Exportschwierigkeiten bei Felten und Guilleaume. Die HV der Felten und Guilleaume Carlswerke AG., Köln-Mülheim, genehmigte für das Geschäftsjahr 1952 die Verteilung einer Dividende von 5 v. H. auf das AK von 77,4 Mill. DM aus einem Reingewinn von 3,88 Mill. DM. Der Vorsitzende des Vorstandes, Dr. Horaz, erklärte auf der HV, daß mit einer weiteren Ausdehnung des Inlandgeschäftes kaum gerechnet werden kenne, solange der Kapitalmangel der öffentlichen Bedarfsträger fortbestehe. Auch im Exportgeschäft bestanden erhebliche Schwierigkeiten, die gegenwärtigen Exportumsätze zu halten. Dr. Horaz wies auf die durch großzügige Exportkredite gestützte ausländische Konkurrenz hin und bemängelte ferner die im Steuerrecht verankerte begrenzte Abschreibungsmöglichkeit auf die Anschaffungswerte der Anlagegüter. In den neuen AR wurden Fritz Lehmann, Felix Chome, Guill. Konsbruck, Paul Lancrenon, Dr. Robert Pferdmenges, Dr. Otto Schniewind und drei Arbeitnehmervertreter gewählt.

VDM rechnet auch im laufenden Jahr mit Gewinnverteilung. Die HV der Vereinigte Deutsche Metallwerke AG., Frankfurt; Main, auf der von insgesamt 56 Mill. DM AK 54,44 Mill. DM vertreten waren, beschloß antragsgemäß, aus einem Reingewinn von 2,81 Mill. DM, der sich um den Gewinnvortrag um 0,51 Mill. DM auf 3,33 Mill. DM erhöht, für das Geschäftsjahr 1951/52 (30. 9.) eine Dividende von 5 v. H. zu verteilen und den Restbetrag von 0,53 Mill. DM auf neue Rechnung vorzutragen. Wie Vorstandsmitglied Dr. H. Scholz erklärte, könne auch im laufenden Jahre mit einer Gewinnverteilung gerechnet werden. Der neue AR setzt sich zusammen aus Dr.-Ing. e. h., Dr. rer. nat. h. c. Dr. Ing. Alfred Petersen, Kronberg, Rudolf Euler, Königstein, Dr. Rudolf Brinckmann, Hamburg, Dr. Heinrich Merk, Kronberg, Dr. Ing. Otto Reuleaux, Hannover-Kirchrode, Dr. jur. Adolf Schaeffer, Essen, sowie drei Vertretern der Arbeitnehmer.

Die Maschinenfabrik Fahr AG in Gottmadingen bei Konstanz schloß das Geschäftsjahr 1951/52 (30. 9.) bei einem Rohüberschuß (in Mill. DM) von 26,49 (1. V. 21,10) und 2,09 (1,66) Abschreibungen mit einem Gewinn von 0,55 (0,22), der sich um den Vortrag auf 0,56 erhöht. Lt. HV-Beschluß wird hieraus eine auf 6 (i V. 5) v. H. erhöhte Dividende verteilt. Ferner wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital von 8,8 um 4,4 bis zum Nennbetrag von 13,2 durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen. Im Berichtsjahr bestand rege Nachfrage des Auslandes nach Erntemaschinen und Schleppern. Der Umsatz hat 90 Mill. DM überschritten. Neue Typen wurden entwickelt. Die hierfür noch erforderlichen weiteren Investitionen sollen durch die beschlossene Kapitalerhöhung beschafft werden. Im Berichtsjahr wurde ein Zweigunternehmen in Argentinien gegründet, die Fahr-Argentina S. R. L., Buenos Aires.

In der HV der DeTeWe Deutsche Telephonwerke und Kabelindustrie AG, Berlin, SO legte das Unternehmen seinen Abschluß für das 56. Geschäftsjahr (1. Oktober 1951 bis 30. September 1952) vor. Die Gesamtbelegschaft ist im Berichtsjahr von 3470 auf 3635 Personen angewachsen. Die weitere Rationalisierung der Betriebe und der intensiv betriebene Ausbau der Vertriebsorganisation führten zu einem befriedigenden Ergebnis und zu einem Gewinn, von dem entsprechend dem Vorschlage der Gesellschaft 6 v. H. Dividende verteilt werden. Im laufenden Geschäftsjahr konnte der Belegschaftsstand nicht in voller Höhe aufrecht erhalten werden, sondern nähert sich wieder dem Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 1951/52. Der Umsatz wurde in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um etwa 11 v. H. erhöht. Die Auftragseingänge waren nicht voll befriedigend.

Die Wayss & Freitag A.G., Frankfurt/M., betont in ihrem Geschäftsbericht 1952, daß die günstige Entwicklung im Auftragseingang und in der Beschäftigung, die den Verlauf von 1951 kennzeichnete, keine Fortsetzung erfahren hat. Ein großer Teil der Bauaufgaben konnte erst im Laufe des zweiten Halbjahres in Angriff genommen werden, weil den Auftraggebern die Mittel nicht früh genug zur Verfügung standen. Der Wettbewerb in der stark übersetzten Bauwirtschaft und die Steuerhöhe hätten nach wie vor das Entstehen eines der betrieblichen Leistung angemessenen Gewinnes verhindert. Die bisherigen Umsätze in 1953 entsprächen den Umsätzen der gleichen Zeit des Vorjahres. Der Auftragseingang könne als ausreichend bezeichnet werden. Die Erfolgsrechnung weist für 1952 einschl. des Vortrags aus 1951 in Höhe von 95 247 DM einen Reingewinn von 288 335 DM aus, dem einschl. Vortrag aus 1950 von 83 927 DM in 1951 ein Gesamtgewinn von 295 247 DM gegenübersteht. Es wird wie im Vorjahr eine 5prozentige Dividende auf das AK von 4 Mill. DM ausgeschüttet und der Restgewinn von 88 335 DM auf neue Rechnung vorgetragen.

Deutsche Linoleum-Werke erwägen Aufnahme einer Obligationsanleihe. Die HV der Deutsche Linoleum-Werke AG, Bietigheim, auf der 12,42 von 18 Mill. DM Grundkapital vertreten waren, genehmigte die Verteilung einer Dividende von 8 v. H. aus einem Gewinn von 1,45 Mill. DM, der sich um den Vortrag auf 1,57 erhöht. Die Verwaltung erwägt eine Obligationsanleihe in Höhe von 6 Mill. DM in normaler Form aufzunehmen (an Stelle der ursprünglich vorgesehenen Wandelschuldverschreibungen), erklärte der Vorsitzende des AR, Dr. Trudbert Riesterer, Stuttgart. Die günstigen Aussichten des Unternehmens rechtfertigen diese Maßnahme zum weiteren Ausbau der Produktionsanlagen. Der Umsatz hat sich im ersten Halbjahr. 1953 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresabschnitt weiterhin günstig entwickelt. Im Hinblick auf die anhaltende Baukonjunktur in Verbindung mit der gesteigerten Nachfrage nach den Erzeugnissen der Linoleum-Werke sei zu erwarten, daß das Gesamtergebnis 1953 nicht hinter dem des vergangenen Jahres zurückstehen wird.

„Sachtleben“ erwartet Produktionsausweitung. Die HV der „Sachtleben“ AG für Bergbau und chemische Industrie, Köln, genehmigte die aus dem Reingewinn von 1,53 Mill. DM auf das AK von 22,5 Mill. DM vorgeschlagene Dividende von 6 v. H. für 1952. Die chemische Abteilung der Gesellschaft erwartet im Laufe von 1953 eine Ausweitung ihrer Produktion, wie der Vorsitzende des Vorstandes auf der HV mitteilte. Der Export hat sich gut entwickelt und macht etwa 50 v. H. des Umsatzes aus. Insgesamt gesehen, wird die gegenwärtige Geschäftslage als zufriedenstellend bezeichnet.