Die Rheinische Röhrenwerke AG, Mülheim-Ruhr, beabsichtigen, nach Mitteilung des Betriebsratsvorsitzenden, Sparmaßnahmen und Einschränkungen durchzuführen. Zunächst sollen die Frauen, deren Männer beschäftigt sind, entlassen werden. Sodann werde allen über 67 Jahre alten Belegschaftsmitgliedern nahegelegt, sich pensionieren zu lassen und sich auf die Altersrente einschl. der kürzlich erhöhten Werkspension zurückzuziehen. Um Betriebskosten für Energie und Überstunden einzusparen, will die Werksleitung die 48-Stunden-Woche auf fünf Tage verteilen. Sollte sich die Absatzlage weiter verschlechtern – was allerdings nach unserer Meinung kaum der Fall sein dürfte –, glaubt das Werk um Kurzarbeit nicht herumkommen Zu können.

Die Zuckerraffinerie Tangermünde Fr. Mayers Sohn AG, Hamburg, weist für 1951/52 (30. 9.) einen Verlust von 9000 DM aus, der durch Entnahme aus der ges. Rücklage ausgeglichen worden ist. In der HV wies der AR-Vorsitzende Bankier Hermann Schilling auf den scharfen Konkurrenzkampf in der Schokoladenindustrie hin, der nicht ohne Einfluß auf die Erträge der Branchenfirmen geblieben sei. Dennoch konnte die Gesellschaft ihren Umsatz in Menge und Wert leicht erhöhen. Nachdem der Wiederaufbau des von den Kriegsfolgen besonders schwer betroffenen Tangermünder Unternehmens in Westdeutschland erhebliche Fortschritte gemacht hat, glaubt die Verwaltung, In absehbarer. Zeit wieder eine Dividende vorschlagen zu könren. Der neue AR besteht aus: Bankier Hermann Schilling, Walter Echarti, Senatspräsident i. R. Dr. R. Johs. Meyer, alle Hamburg, und Bankier Dr. E. von Schwartzkoppen, Frankfurt/M.. sowie Gertrud Laube und Dr. Paul Happach als Vertreter der Belegschaft. –

Schwäbische Zellstoff-HV am 14. November. Die Schwab. Zellstoff AG in Ebingen (Donau) hat zum 14. Nov. eine ao. HV einberufen mit dem einzigen Tagesordnungspunkt, über den mit der Thüringer Zellwolle AG in Gronau (Westf.) geschlossenen Vergleich Beschluß zu fassen. Dem Vernehmen nach soll der Vergleich durch das Ausscheiden des ehemaligen Treuhänders und früheren Vorstandsmitgliedes der Schwät. Zellstoff AG, Labbé-Laurent, gegen den ein Verfahren wegen Devisenvergehens schwebt, nicht berührt werden.

Die Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Dorsten, die im Familienbesitz der Thyssens ist, hat ihre Sitzverlegung von Dorsten nach Mülheim an der Ruhr, dem Stammsitz der Familie Thyssen, beschlossen. Der neugewählte Grubenvorstand besteht aus Bergrat Dr.-Ing. Otto Dünbier, Mülheim, als Vorsitzer, Generaldir. Dr.-Ing. Wilhelm Roelen (Zeche Walsum), Mülheim, und Dir. Josef Nachtsheim, Mülheim. Das Unternehmen st eine der 17 Steinkohlengewerkschaften der Erben Dr. Fritz Thyssens und der Gruppe Thyssen-Bornemisza.

Schiffbau-Gesellschaft Unterweser AG nimmt Dividendenzahlung auf. Die HV der Schiffbau-Gesellschaft Unterweser AG in Bremerhaven-Lehe beschloß, für 1952 die Dividendenzahlung mit 4 v. H. auf 1,25 Mill. DM Grundkapital aufzunehmen. Der neugewählte AR besteht aus: J. G. Martens, Bremen: J. Hörnung, Bremerhaven: Fr. Sticken, Bremen: W. Kämpf, Bremerhaven und den Vertretern der Arbeitnehmer Albert Schmidt und Alfred Dreßler.

Neues Mauserwerk in Korbach. Das mit finanzieller Unterstützung des Landes Hessen errichtete neue Fabrikgebäude der Mauserwerke K.G. in Korbach ist seiner Bestimmung übergeben worden. Hier soll die bisher im Werk Waldeck erfolgte Produktion von Stahlmöbeln weitergeführt werden.

Wasserwirtschaftliche Anleihen. Der Ruhrverband Essen und der Ruhrtalsperren-Verein, Essen, haben zur Finanzierung des Ausbaues von wasserwirtschaftlichen Anlagen je eine Anleihe von 15 Mill. DM bzw. 20 Mill. DM aufgelegt. Die Anleihen haben eine Laufzeit von 15 Jahren, 5 v. H. Verzinsung, Ausgabekurs 95 v. H.