Wieder 3 v. H. bei Glasurit. Die Glasurit-Werke M. Winkelmann AG, Hamburg (Farben und Lackerzeugnisse), weist für 1952 einen Reingewinn von 0,31 (1951: 0,27) – alle Werte in Mill. DM aus, der sich um den Vortrag auf 0,43 erhöht. Die HV beschloß, wie im Vorjahr, eine Dividende von 3. v. H. auf 6 Mill. DM Grundkapital zu verteilen und 0,2 Mill. DM der freien. Rücklage zuzuweisen. Der in- und ausländische Umsatz hat im Berichtsjahr weiter zugenommen. Auch das laufende Geschäftsjahr ist trotz stärksten Konkurrenzkampfes und den hohen steuerlichen Belastungen bisher zufriedenstellend gewesen. Dem neugewählten AR gehören an: Reg.-Dir. Dr. Franz Miese und Senator Hans E B. Kruse, beide Hamburg, und als Vertreter der Arbeitnehmer Anton Duttmann, Hiltrup.

Gewerkschaft Wintershall rechnet mit höherem Düngerabsatz. In der Gewerkenversammlung der Gewerkschaft Wintershall, Celle, wurde der Abschluß 1952 nebst Gewinn- und Verlustrechnung mit einem Reingewinn von 3,99 (1,46) Mill. DM festgestellt. Es wurde beschlossen, aus dem Gewinn eine Ausbeute von 1200 (500) DM je Kux zu verteilen unter Anrechnung, der bereits vorausgezahlten 500 DM je Kux. Im Umlauf befinden sich 3254 Kuxe im Gesamtbetrag von 3,9 Mill. DM. Ferner wurde beschlossen, für 1953 zunächst eine Ausbeute von 600 DM je Kux am 15. Januar 1954 zu zahlen. Für das laufende Geschäftsjahr wird mit einem höheren Düngerabsatz gerechnet als 1952, wobei der Exportanteil des Vorjahres in Höhe von 30 v. H. übertroffen werden dürfte. Der neue AR besteht aus; Dr. Heinz Rosterg. Attendorn (Westf.) (Vors.); Herbert Quandt, Frankfurt/M. (stv. Vors.); Bergrat Hermann Pieper, Bad Godesberg; Bankdir Wilhelm Hollenberg, Bochum, und als Arbeitnehmervertreter Ludwig Ahlborn und Ludwig Mohr.

Indischer Auftrag für Krauss Mailei. Ein neuer großer Auftrag des indischen Railways Board wurde der Firma Krauss Maffei in München-Allach bei starker ausländischer Konkurrenz erteilt Die Lokomotivwerkstätten sollen 150 Dampf- und 30 Diesellokomotiven liefern. Die Lokomotivwerkstätten werden damit für längere, Zeit voll beschäftigt sein.

Die AR der Siemens & Halske AG und der Siemens-Schuckertwerke AG beschlössen in einer gemeinsamen Sitzung, Prof. Dr. Hans Ferdinand Mayer zum stellv. Vorstandsmitglied der Siemens & Halske AG, und Dr Heinz Goeschel und Albrecht Guenter zu stellv. Vorstandsmitgliedern der Siemens-Schuckertwerke AG zu ernennen.

Die Hamburger Kreditbank AG., das norddeutsche Nachfolgeinstitut der Dresdner Bank, feierte im Rahmen der durch die vergrößerten Aufgaben notwendig gewordenen baulichen Erweiterungen am Jungfernstieg und an den Großen Bleichen das Richtfest ihres Bankhausneubaues Große Bleichen. Mit diesem Neubau wird von der Hamburger Kreditbank AG. eine häßliche Lücke im bisherigen Bild der Hamburger City beseitigt:

„Deutsche Länderbank“ ändert den Namen. Die Deutsche Länderbank Aktiengesellschaft, die am 30. Oktober 1953 aus der Kontrolle des Dreimächte IG-Farben-Ausschusses entlassen worden ist, hielt in Frankfurt/M. ihre erste ao. HV seit der Freigabe ab. Der Firmenname der Bank wurde in Westdeutsche Handelsbank Aktiengesellschaft abgeändert. In den AR der Bank wurden vorläufig gewählt: Walter Germann, geschäftsführendes Verwaltungsratsmitglied der Internationale Industrie- und Handelsbeteiligungen AG in Basel (Vors.); Edmund Wehrli-Bleuler, RA in Zürich; als stv. Vors. Als Vertreter der Arbeitnehmer ist Georg Gerlach, in Frankfurt/Main in den AR eingetreten. Den Vorstand der Westdeutschen Handelsbank übernehmen Friedrich Mahr und Philippe Aubert de la Rue, beide in Frankfurt am Main. Für die erste Anlaufzeit wird die Bank in provisorischen Räumen an der Bockenheimer Landstraße 55 untergebracht sein.

Die HV der Bank für Wirtschaft und Arbeit AG, München, genehmigte wieder eine Dividende von 4 v. H. aus 67 700 DM Gewinn; 105 000 DM des Rohertrags (von 1,13 Mill.) wurden der Rücklage zugeteilt Sie beschloß zugleich, das AK in Anbetracht des erhöhten Geschäfts- und Kreditvolumens von 2 auf 3 Mill. DM zu erhöhen und den Vorstand zu ermächtigen, bis zum 31. Dezember 1956 weitere Aktien bis zum Höchstbetrag von 1,5 Mill. DM gegen Einlage auszugeben. Auch für 1953 erwartet die Bank, wie Dir. Ritscher mitteilte, wieder eine Dividende von gleicher Höhe.