Der Export von Baden-Württemberg zeigt seit 1950 einen steilen Anstieg. 1950 hatte er (alles in Mrd. DM) 0,97 erreicht (Bundesrepublik 8,36); 1951 konnte er sich mit 1,84 (14,57) fast verdoppeln, 1952 stieg er auf 2,28 (16,91) und zeigte damit eine Zunahme um 23,9 v. H. gegenüber 1951 (Bundesrepublik 16 v. H.). Zu dieser erfreulichen Entwicklung hat insbesondere der Fertigwarenexport beigetragen, dessen Anteil in 1952 rund 94,4 v. H. der Gesamtausfuhr von Baden-Württemberg ausmachte. Dieser Anstieg hat auch 1953 angehalten. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres stieg er auf 1,17 gegenüber 1,08 im ersten Halbjahr 1952.

An erster Stelle im Export stehen, wenn wir bei den Zahlen für das erste Halbjahr 1953 (1952) bleiben, Maschinen im Wert von (in Mill. DM) 403,3 (367,7). Es folgen Fahrzeuge aller Art mit 159,5 (146,4), wobei die Erzeugnisse von Daimler-Benz den Löwenanteil bestreiten. An dritter Stelle stehen dann Textilien mit 110,1 (117,4), wo also bereits eine gewisse Tendenz zur Abschwächung bemerkbar wird. Auf dem vierten Platz finden wir elektrotechnische Erzeugnisse mit 107,7 (90,85), weiterhin Erzeugnisse der Feinmechanik und Optik mit 69,23 (60,48) sowie Uhren mit 51,89 (50,97). Ein Vergleich mit 1952 zeigt, daß sich diese Reihenfolge im laufenden Jahr als ziemlich stabil erwiesen hat; auch 1952 standen Maschinen mit einem Wert von fast 800 Mill. DM im Export des Südweststaates an erster Stelle und bestritten ihn zu 35 v. H., wobei das Hauptgewicht auf Werkzeugmaschinen, landwirtschaftliche Maschinen sowie auf Maschinen für die Spinnstoff-, Leder- und Lederwarenindustrie entfällt.

Die Abnehmer des südwestdeutschen Exports waren 1952 (ebenso wie im Jahr zuvor) in der Hauptsache die europäischen Länder und hier wieder an erster Stelle die Schweiz (222,8 Mill. DM), gefolgt von Schweden (147,6), den Niederlanden (146,9), Frankreich (131,6), Belgien (127,1), Italien (125,4) und der Türkei mit 118,4 Mill. DM. Afrika war 1952 mit 107,1, Asien mit 134,7 und Australien mit 24,1 Mill. DM beteiligt. In weit größerem Maße als früher haben sich übrigens die USA als Abnehmer eingeschaltet.

Am Gesamtexport der Bundesrepublik für 1952 (16,9 Mrd.) war Baden-Württemberg mit 13,5 v.H. beteiligt, was etwa seinem Bevölkerungsanteil (13,2 v. H.) entspricht. Damit ist der Südweststaat hinter Nordrhein-Westfalen, dessen Anteil am Export des Bundesgebietes sich auf 45,8 v. H. beläuft, das zweitgrößte Exportland des Bundesgebietes. –nd–