Es hat wenig Sinn, nur den Kopf zu schütteln über die Erfolge der Bill-Jenkins- und Tom-Prox-Serien oder gar das Schund- und Schmutzgesetz gegen sie anzurufen. Die Jungens werden sie trotzdem weiterlesen. Sie wollen ihre Phantasie an Abenteuern entzünden, an Gefahren, an dem Leben in der Wildnis. Darum hilft es auch gar nichts, ihnen statt dieser Reihen Jugendbücher von guten Autoren anzubieten. Der Reiz der Bill-Jenkins-Hefte liegt ja nicht zum wenigsten in ihrer Erschwinglichkeit, die Jungens können sie von ihrem Taschengeld erstehen. Spannende Abenteuer, gutes Niveau und niedriger Preis – ist das nicht ein Schaf mit fünf Beinen? Nun, die Rhenus-Tatsachen-Romane (Rhenus-Verlagsgesellschaft, Düsseldorf) beweisen, daß die Aufgabe zu lösen ist. Den ersten drei Heften dieser Reihe: "Wüstenreiter" von Kurt Ludwig, "Der Cowboykönig" von Bernd Wagner und "Jim, der Fallensteller" von Heinz Hartmann, liegen tatsächliche Begebenheiten zugrunde. Sie sind lebendig und mit guter Kenntnis des fremden Landes erzählt, ansprechend ausgestattet, haben den Umfang von mehreren "Groschenheften", sind bunt kartoniert und kosten nicht mehr als drei von jenen, nämlich eine Mark und zwanzig. Das Ei des Kolumbus. Es wird sich bei den jungen Lesern schnell herumsprechen und den Schund-und-Schmutz-Helden hoffentlich den Garaus machen. ha