Als der Vorsitzer des Vorstandes der Industriekieditbank AG, Düsseldorf, Dr. Wilhelm Bötzkes, den Schlüssel des soeben fertiggestellten neuen Verwaltungsgebäudes der Bank in Düsseldorf überreicht erhielt, sagte er in der Feierstunde: Dieses Haus ist für uns ein neuer Start zu neuer Arbeit. Damit hat Dr. Bötzkes dte vergangenen Jahre des Aufbaues dieses einzigen überregionalen Bankinstitutes der Bundesrepublik ebenso gekennzeichnet wie die von ihm gesehene Aufgabe für die Zukunft. Am 3l. Mära 1950 endete das erste Nachkriegsgeschäftsjahr mit 87 4 Mill. DM Bilanzsumme. Das von der oHV genehmigte vierte Geschäftsjahr per 31. März 1953 schloß bereits mit 570 4 Mill. DM Bilanzsumme, und per 31. Oktober 1953 wurde, wie der Vorstand auf der oHV mitteilte, eine Summe von 656 Mill. DM erreicht. In den vergangenen sechs Monaten konnten über 44 Mill. DM neue langfristige Kredite ausgeliehen werden. Zugleich erhöhten sich die liquiden Mittel von 27 auf 50 Mill. DM, worin sich bereits die Bereitstellung neuer Ausleihungen ausdrückt. Das neue Geschäftsjahr hat sich demnach weiterhin erfreulich entwickelt. Die Finanzierung der Ausleihungen aus eigenen Mitteln nimmt dabei einen immer größeren Umfang an, nachdem auch die zweite und dritte Tranche über 100 Mill. DM Teilschuldverschreibungen der Bank untergebracht werden konnten.

Dr. Bötzkes kündigte an, daß für den Fall einer Weltbank Anleihe die IKB entsprechende Mittel reserviert erhalten habe, um die Kreditversorgung der mittleren und. kleinen Industrie weiterhin durchführen zu können: Ferner war zu hören, daß das Institut eine durch besonderes Gesetz sanktionierte Sammelanleihe zur Verbriefung der Entschädigungsansprüche solcher Altsparer begeben wolle, die seinerzeit in Industrieanleihen gespart hätten. Eine solche neue DMAnleihe würde etwa 70 bis 75 Mill. DM betragen müssen. Dieser Satz errechnet sich wie folgt: die noch umlaufenden Stücke alter Industrieobligationen betragen etwa 15 Mrd. RM, Für Entschädigungsansprüche kommen laut Gesetz nur natürliche Personen in Frage. In Händen dieser Gruppe befinden sich etwa 700 bis 7 50 Mill. RM, so daß sich daraus unter Berücksichtigung der Währungsumstellung 10 ;l die Emissionshöhe von 70 bis 75 Mill. DM erklärt.

Die oHV genehmigte den Abschluß für 195253 mit 6 v. H. Dividende auf das 18 Mill. DM dividendenberechtigte AK (Gesamt AK 54 Mill. DM). In den AR werden in einer bevorstehenden aoHV Präsident Fritz Berg und Vizepräsident des Bdl, Alexander Menne, ferner ein Vertreter der Belegschaft neu gewählt werden., W CXR Die Deutsche Pfandbrietanstalt, Wiesbaden, bietet ertragsteuerfreie 5%ige Pfandbriefe an, deren kurze Laufzeit für die Anlagesuchenden besonders vorteilhaft ist. Nach Ablauf von drei tilgungsfreien Jahren wird ab 1957 innerhalb von zehn Jahren jährlich ein. Zehntel des Emissionsbetrages zu 100 v. H ausgelost und zurückgezahlt. Der Ausgabekurs beträgt 96 v. H.

Die Thyssensche Gas- und Wasserwerke GmbH, DuisburgHamborn, hat im Zuge der Entflechtung ihre Bergbau Interessen auf die Bergwerksgesellschaft Walsum mbH übertragen. Bergassessor Dr Ing. Barking ist in die Geschäftsführung der Bergwerksgesellschaft übergetreten und schied aus der Thysssen