Nach der Kleinen Steuerreform können für das Jahr 1953 die gleichen Höchstbeträge als Sonderausgaben vom steuerpflichtigen Einkommen abgesetzt werden wie In den Vorjahren. Die Höchstbeträge für die voll absetzbaren Sonderausgaben betragen danach 800 DM für den Steuerpflichtigen selbst und 400 DM für die Ehefrau und für jedes Kind, für das Steuerermäßigung gewährt wird. Für Arbeitnehmer und beruflich Selbständige (worunter nach der Steuergesetzgebung z. B. Angehörige freier Berufe, nicht aber die Gewerbetreibenden fallen), die über 50 Jahre alt sind, erhöhen sich diese Beträge auf das Doppelte. Die über diese voll absetzbaren Beträge hinaus aufgewendeten Sonderausgaben sind 1953 ebenfalls unverändert zur Hälfte absetzbar, wobei dieser halbe Abzug auf 15 v. H. der gesamten Einkünfte beschränkt ist. Dies bedeutet z. B., daß ein Steuerpflichtiger mit einem Jahreseinkommen von 30 000 DM, wenn er die voll absetzbaren Sonderausgaben schon ausgenutzt hat (durch Beiträge zu einer Krankenkasse, zu einer Lebensversicherung, Unfallversicherung usw.), darüber hinaus noch bis zu 15 v. H. seines Einkommens, also bis zu 4500 DM, an seinem steuerpflichtigen Einkommen absetzen darf, wenn er den doppelten Betrag, also bis zu 9000 DM, für steuerbegünstigte Zwecke aufwendet.

Zu dieser vollen Ausnutzung der vom Gesetzgeber gebotenen Möglichkeiten der Steuerersparnis durch Sonderausgaben eignen sich besonders Lebensversicherungen mit Einmalbeitrag. Der Versicherungsnehmer übernimmt hier keine Verpflichtungen für die folgenden Jahre. Die Versicherung kann so abgeschlossen werden, daß das vereinbarte Kapital bereits nach drei Jahren fällig wird. Bedingung ist nur (wie auch bei anderen steuerbegünstigten Geldanlagen), daß Beitragsleistung nicht mit Hilfe von Krediten, sondern aus eigenen Mitteln erbracht wird, und daß die Versicherung während einer Mindestdauer von drei Jahren weder beliehen, noch abgetreten, noch zurückgezahlt wird. Die steuerliche Vergünstigung bleibt jedoch voll erhalten, wenn die Versicherungssumme schon vor Ablauf dieser dreijährigen Frist Tod fällig wird. Bei Einmalbeitragsversicherungen trägt der Versicherungsnehmer kein Kursrisiko? das bei Ablauf der Versicherung fällige Endkapital steht von vornherein fest. Die fällige Versicherungsleistung unterliegt nicht der Einkommensteuer. Die mit der Beitragsleistung erzielte Steuerersparnis ist also endgültig. In der Regel erzielt der Versicherungsnehmer außer der Steuerersparnis auch noch eine – wenn auch nicht sehr hohe Verzinsung seines Kapitals, Vor allem aber ist mit dem Einmalbeitrag ein recht vorteilhafter Versicherungsschutz verbunden! denn Lebensversicherungen gegen Einmalbeitrag werden auch in der Weise angeboten, daß beim Tod vor Ablauf der Versicherung die doppelte Versicherungssumme und bei Tod durch Unfall die dreifache Versicherungssumme ausgezahlt wird. E.