Wer kauft eigentlich die Kinder- und Jugendbücher: die Kinder oder die Erwachsenen? Natürlich kann man diese Frage nicht eindeutig beantworten. Vielleicht sind es das ganze Jahr über die Kinder selbst, zu Weihnachten sind es aber sicher mehr die Erwachsenen. Das ganze übrige Jahr haben sich die Erwachsenen um Kinder- und Jugendbücher nicht gekümmert. Warum auch? Sie waren froh, bisweilen in ein Buch, das sie selbst interessierte, hineinsehen zu können. Nun aber wollen Peter und Inge, Werner und Ilse beschenkt werden, und ratlos stehen die Papas und Mamas vor einer Flut von Kinder- und Jugendbüchern.

Wonach sollen sie auswählen? Nach den Autoren? Mein Gott, in Deutschland sind (im Gegensatz zu Frankreich und Amerika) gute Kinderbuchautoren noch nicht einmal in Literatenkreisen hinlänglich bekannt. Nach den Umschlägen? Die können täuschen. Nach den Klappentexten? Die können erst recht täuschen.

Also bleibt der Buchhändler. Er aber wird gerade in den Vorweihnachtstagen eine Fülle von Fragen zu beantworten haben, die ihn nicht jedes gute Kinder- und Jugendbuch ausführlich anpreisen lassen.

Dieses "Problem" möchten unsere Ratschläge verkleinern, vielleicht gar zum Verschwinden bringen. Die Kinder- und Jugendbuchbesprechungen, die hier veröffentlicht werden, sind als Empfehlungen zum Kaufen gedacht, Vielleicht hilft man mit dieser Form der Besprechung Eltern, Kindern, aber auch den Autoren und Verlegern von Kinder- und Jugendbüchern mehr als mit einer literarischen Kritik. h.