Vereinbarungen zwischen Pella und Gregoric, die auch die Wiederaufnahme der italienischen Lieferungen kriegswichtiger Güter an Jugoslawien vorsieht, öffnet den Weg zu einer Fünfmächte-Konferenz über Triest.

EVG und Oder-Neiße

Neun nichtkommunistische französische Abgeordnete, ohne Ausnahme Gegner der europäischen Verteidigungsgemeinschaft, sind in Warschau eingetroffen. Die Reise wurde auf Initiative des Gaullisten Lebon organisiert, der erklärte, man wolle unter geographischen und ethnographischen Gesichtspunkten das Problem der Oder-Neiße-Linie untersuchen. Zu den Reisenden gehören außer Daladier, Soustelle, der Führer der General de Gaulle nahestehenden Abgeordneten, und der rechtsstehende Abgeordnete Lacau. Bei ihren Besuchen in Krakau, Danzig, Breslau und Stettin wollen sich die französischen Abgeordneten "so unparteiisch wie möglich über ein Problem unterrichten, das von allgemeinem Interesse ist".

Mißtrauen gegen Pakistan

Wie außerordentlich delikat das Verhältnis zwischen Indien und Pakistan ist, zeigte sich bei der indischen Reaktion auf Meldungen über eine angebliche amerikanische Rüstungshilfe an Pakistan, die mit der Überlassung militärischer Stützpunkte kompensiert werden sollte. Indien hat beide Länder wissen lassen, daß ein solcher Eingriff der amerikanischen Sicherheitspolitik in die "neutrale" Zone Südostasiens schwerwiegende Rückwirkungen auf die Haltung Indiens haben müsse. Er bedeute nicht nur eine Verlängerung der Front des Kalten Krieges in die unmittelbare Nachbarschaft, eine Verstärkung des pakistanischen Rüstungspotentials käme auch einer Verschiebung des Gleichgewichts auf dem Subkontinent zum Nachteil Indiens gleich.

Ähnlich war die Reaktion des Kreml, der in einer offiziellen Note die Regierung in Karatschi darauf aufmerksam machte, daß "die Unterzeichnung eines Abkommens für die Errichtung amerikanischer Luftstützpunkte auf pakistanischem Gebiet direkt die Sowjetunion berühre und von ihr nicht unbeachtet gelassen werden kann".

Das persische Öl