Mit wertvollen Erfahrungen und neuesten Erkenntnissen für eine weitere Intensivierung des deutschen Spirituosenexportes kehrte H. H. Asbach von einer mehrmonatigen Informationsreise aus den USA zurück. Der Rüdesheimer Kaufmann brachte zum Ausdruck, daß heute in den Staaten mehr als je zuvor die echte unternehmerische Leistung Anerkennung finde, So habe er mit großer Befriedigung feststellen können, daß die deutschen Markenweinbrände – allen voran Asbach-Uralt – auf dem vorurteilsfreien und traditionsungebundenen amerikanischen Markt mit den erlauchtesten Bränden fremdländischer Provenienz konkurrieren. Das Unternehmen, in dessen Händen mehr als 90 v. H. des gesamten deutschen Weinbrandexportes nach den USA liegen, rechnet auch in diesem und den kommenden Jahren mit weiteren Exportsteigerungen,

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Hermes Kreditversicherungs-Aktiengesellschaft, Berlin / Hamburg. Diese Spezialgesellschaft für Kredit- und Kautionsversicherung betreibt auf eigene Rechnung die Delkredere-Versicherung für inländische Warenkredite einschließlich der Teilzahlungskreditversicherung, die Kautionsversicherung für gestundete Zölle, Verbrauchssteuern, Frachten sowie für Lieferungen und Leistungen jeder Art und die Vertrauens-Schäden-Versicherung gegen das Risiko von Vermögensschäden, die durch Unterschlagung, fahrlässige Handlung usw. verursacht werden. Daneben ist der Hermes als Mandatar der öffentlichen Hand tätig. Seit 1949 bearbeitet er außer dem Privatwirtschaftlich betriebenen Kreditversicherungsgeschäft die Ausfuhrgarantien und -bürgschaften des Bundes als federführender Mandatar der Bundesregierung zusammen mit der Deutschen Revisions- und Treuhand-Aktiengesellschaft, ferner die Bundesgarantien zur Deckung des politischen Risikos im Warenverkehr zwischen der Bundesrepublik und Berlin sowie seit 1953 als federführender Mandatar des Senats Berlin die Deckung des politischen Risikos für die im Verkehr zwischen Berlin und der Bundesrepublik eingesetzten Transportmittel. In einer in München abgehaltenen AR-Sitzung berichtete der Vorstand, daß die DM-EB und die Geschäftsberichte für die ersten Jahre nach der Währungsreform einer im Frühjahr 1954 einzuberufenden HV vorgelegt werden können. Die Prämieneinnnahmen in dem für eigene Rechnung betriebenen Versicherungsgeschäft sind von 3 Mill. DM in 1950 auf 6,18 Mill. in 1952 gestiegen. Für 1953 wird eine weitere Prämiensteigerung erwartet.

Concordia-Elektrlzitäts AG, Dortmund, nimmt Dividendenzahlung auf. Die HV beschloß, für 1952 zum ersten Male nach acht dividendenlosen Jahren wieder eine Dividende von 8 v. H. auf 6 Mill. DM Grundkapital zu verteilen. Die Gesellschaft, die der Accumulatorenfabrik nahesteht, konnte im Berichtsjahr ihren Umsatz in Sicherheitslampen für den Bergbau, Feuerlöschgeräten und auf den übrigen Arbeitsgebieten gegenüber dem Vorjahr um knapp 10 v. H. erhöhen. Obwohl im laufenden Geschäftsjahr bei wenig veränderten Rohstoffpreisen infolge scharfer Konkurrenz die Fertigwarenpreise ermäßigt werden mußten, wird für 1953, wie der Vors. des AR, Dr.-Ing. e. h. Günther Quandt, mitteilte, ein ähnlich günstiges Ergebnis erwartet wie für 1952. Aus dem AR sind Franz Bronstert, Frankfurt/M., und Paul Hilgenstock, Bochum, ausgeschieden. Als Vertreter der Arbeitnehmer traten dem AR Wilhelm Reincke und Franz Tillmann, beide Dortmund, bei.

Rhodiaceta trägt Gewinn wieder vor. Die Deutsche Rhodiaceta AG, Freiburg i. Br., berichtet für 1952, daß der Absatz ihrer Azetat-Produktion ab Februar 1952 einen spürbaren Auftrieb erfahren hat. Seit Mitte des Berichtsjahres habe wieder voll gearbeitet werden können. Zeitweise sei es nicht möglich gewesen, die Nachfrage zu decken. Die Gesellschaft schloß 1952 bei einem Rohertrag (in Mill. DM) von 20,06 (1951: 18,02) mit einem Gewinn von 0,96 (0,81), der sich um den Vortrag auf 1,90 (1,93) erhöht. Die HV beschloß, hieraus wie im Vorjahre, 1,00 der freien Rücklage zuzuweisen und den Rest vorzutragen.

Die Spinnstoffabrik Zehlendorf AG Berlin-Zehlendorf, muß der zum 29. Dezember einberufenen HV Mitteilung über den Verlust von mehr als der Hälfte des 6 Mill. DM betragenden Grundkapitals gem. § 83 Aktiengesetz machen. Die Verluste dürften z. T. auf die ungünstige Preisgestaltung bei Zellwolle zurückzuführen sein.

Die NSU-Werke AG in Neckarsulm feierten in einer Betriebsversammlung das 80jährige Bestehen des Unternehmens und die Weltmeisterschaft des erfolgreichen NSU-Rennfahrers Werner Haas. Wie der Vorsitzende des Vorstandes der Gesellschaft, Dir. Dr. G. S. von Heydekampf, ausführte, war das Jubiläumsjahr das bisher erfolgreichste des Unternehmens. In den vergangenen elf Monaten des laufenden Jahres wurden 100 000 motorisierte Zweiradfahrzeuge produziert. NSU beschäftigt nahezu 6000 Arbeitskräfte. Insgesamt habe die Gesellschaft in den sechs Jahren seit 1948 bis jetzt 399 000 motorisierte Zweiradfahrzeuge und 600 000 Fahrräder hergestellt. Als Maßstab für die Wiederaufbauleistung und die Ausweitung der Produktion kann die Vergleichszahl für die Zeit von 1934 bis 1939 dienen, in der NSU 254 448 Motorfahrzeuge hergestellt hat. Die unmittelbare wirtschaftliche Auswirkung der sportlichen Erfolge erhelle auch daraus, daß die Exportquote der NSU-Motorradproduktion bis Oktober 1953 sich auf rund 18 v. H. belief, während der Bundesdurchschnitt im ersten Halbjahr 1953 bei etwa 10 v. H. lag. Im November sei die Exportquote auf 24 v. H. gestiegen und dürfte im Dezember sogar 34 v. H. erreichen. Ein besonderer Exportschlager sei die NSU-Quickly, deren Exportproduktion bereits auf fünf Monate ausverkauft sei.