Entgegen vielen Pessimisten hatten wir behauptet, man solle unserem Boxer Hein ten Hoff nicht das Vertrauen entziehen. Und nun hat der ehemalige Deutsche Meister und Europameister im Schwergewicht auch seinen fünften Kampf in den Vereinigten Staaten gewonnen und wieder, wie in allen Begegnungen zuvor schon, durch einen fürchterlich mit der Rechten geführten k.o. Dieser Kernschuß wird ihm wohl den Kampf einbringen, auf den er so sehnsüchtig seit seiner Landung in Nordamerika gehofft hat: den Kampf gegen einen Gegner, an dem nun niemand mehr herummäkeln und den auch keiner als "zweite Garnitur" verächtlich machen kann. Gewiß, die Gegner, die Hein ten Hoff bislang (wenn auch stets mit einem k. o.) zu Boden schickte, waren keine allzu besondere Klasse, immerhin aber Boxer, die schon einiges in ihrem Leben gezeigt hatten.

Nun wird es sich im Januar 1954 in Milwaukee herausstellen, ob unser Landsmann noch das Zeug hat, in der Weltklasse ein Wörtchen mitzureden. Und sollte er in diesem Kampfe unterliegen, so ist es immer noch an der Zeit, ein endgültiges Urteil über ten Hoff zu fällen. Dann wird er auch selbst wissen, woran er ist und wie er sich zu entscheiden hat. W. K.