Die Preußische Elektrizitäts AG, Hannover. veröffentlicht jetzt den Geschäftsbericht für das am 31. März beendete Geschäftsjahr 1952/53. Die Gesellschaft erzeugte in ihren Kraftwerken rd. 2 Mrd. kWh, rd. 12 v. H. mehr als im Jahr zuvor. Seit der Währungsreform ist der Stromabsatz im Versorgungsgebiet der Preußenelektra um mehr als 1 Mrd. kWh, das ist um rd. 50 v. H., gestiegen. Am 1. Oktober 1952 übernahm die Preußenelektra im Wege der Fusion die Braunkohlen-Schwelkraftwerk Hessen-Frankfurt AG (Hefrag) in Wölfersheim/Hessen, deren sämtliche Aktien sich im Besitz der Gesellschaft befanden. Mit der in Wölfersheim geförderten Kohle soll das dort zur Zeit im Bau befindliche Kraftwerk – Inbetriebnahme voraussichtlich Anfang. Mai 1954 – betrieben werden. Die Kohlenförderung, in den der Preußenelektra gehörenden Braunkohlengruben Borken und Wölfersheim lag im Geschäftsjahr 1952/53 mit 1,46 Mill. t um 34 0000 t über dem Vorjahr.

Bei Gesamterträgen von 89,2 (63,5) – alles in Mill. DM –, darunter 8,26 (7,4) aus Beteiligungen, und nach 4496 (29,80) Abschreibungen und Wertberichtigungen verblieb ein Jahresgewinn von 5,59 (4,47), der sich um den Vortrag auf 6,57 (5,44) erhöht. Die HV beschloß, hieraus eine erhöhte Dividende von 5 (i V. 4) v. H. auf das überwiegend im Besitz des Bundes befindliche AK von 111,6 (10:7,2 umgestellt) zu verteilen. Die gündtige Geschäftsent wickiung lat auch 1953/54 weiter. befunden. Im ersten Halbjahr 1953/54 (bis zum 30. 9. 53) ist der Stromverkauf gegenüber der Vergfeichszeit des Vorjahres um rd. 9 v. H. gestiegen. Insgesamt waren am Ende des Berichtsjahres 4308 Personen gegenüber 2897 im Jahre zuvor beschäftigt; die Zunahme beruht in der Hauptsache auf der von der Hefrag übernommenen Belegschaft. E.

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"Jurid" voraussichtlich mit 8 Mill. DM Kapital. Die durch Fusion der Firmen Kirch bach sche Werke AG und Kurbelwellenwerk GmbH i. L. in Kürze entstehende Jurid-Werke AG wird voraussichtlich mit einem Kapital von 8 Mill, DM ausgestattet werden. Dies, erklärte Berthold von Böhlen and Halbach, der sich maßgeblich an der Neugründung beteiligen wird, im Anschluß an die HV der Kirchbach sche Werke AG in Düsseldorf Zunächst sei die Wiederaufnahme der Kurbelwellen-Produktion nicht beabsichtigt. Durch den Ausbau der Versuchs- und Hutwicklungslaboratorien werde die Jurid-Werke AG als die größte Fabrik für Reibbeläge in Westdeutschland in der Lage sein, einen erhöhten Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten. Die Kirchbach sche Werke AG, die einmal rd. 2000 Personen beschäftigte (heute erst wieder 500), hat nach Angaben der Werksleitung zwei Drittel des westdeutschen Marktanteiles an formgepreßten Brems- und Kupplungsbelägen. 97 v. H. des zur Zeit 0,8 Mill. DM betragenden Grundkapitals befindet sich in Händen von Berthold von Bohlen und Halbach. Die bei der Krupp-Entflechtung Berthold von Bohlen zugestandenen Ansprüche gegen seinen Bruder Alfried Krupp von Bohlen und Halbach wurden durch die Übertragung der bislang zur Firma Friedr. Krupp gehörenden Kurbelwellenwerk GmbH i. L., Glinde bei Hamburg, abgelöst. Nachdem das Werk in Coswig zum volkseigenen Betrieb erklärt wurde, hat die Kirchbach sche Werke AG ihren Fabrikationsbetrieb in Düsseldorf in gemieteten Werkhallen behelfsmäßig eingerichtet. Auch nach der beabsichtigten Verlagerung der Jurid-Werke AG nach Glinde – voraussichtlich im nächsten Sommer – wird das Werk in Düsseldorf weitergeführt werden.

Gutehoffnungshütte: 6 v. H. für 1952/53. Der AR der Gutehoffnungshütte, Oberhausen, hat den Jahresabschluß zum 30. Juni 1953 festgestellt; er wird der zum 27. Januar einberufenen HV vorgelegt werden. Der HV wird für 1952/53 eine Dividende von 6 v. H. vorgeschlagen. Für 1951/52 (30. 6.) hal die Gesellschaft aus den Jahresgewinnen der letzten zwei Geschäftsjahre 2 v. H. Dividende auf 83,2 Mill. DM Grundkapital gezahlt.

Steigende Umsätze der Ludwig Krumm AG, Ottenbach. Die Ludwig Krumm AG, Offenbach/Main (Herstellern der Gold-Pfeil-Lederwaren), die für die Geschäftsjahre 1950/51 und 1951/52 (30. 6.) je 4 v. H. Dividende auf das im Familienbesitz befindliche. AK von 1,26 Mill. DM verteilt, teilte auf der HV u. a. mit. daß auch für 1952/53 wieder mit einem angemessenen Ergebnis gerechnet werden kann, zumal der Wiederaufbau des Werkes inzwischen beendet ist und die bereits seit Jahren steigende Umsatzentwicklung weiter angehalten hat. Im laufenden Geschäftsjahr ist das Unternehmen voll beschäftigt, die bisherigen Ergebnisse sind ebenfalls zufriedenstellend.

Die Ribana-Werke Wilhelm Bender Söhne, Stuttgart, haben 1952 ihre Umsätze um 20 v. H. und im bisherigen Verlauf von 1953 um weitere 15 v. H. erhöhen können. Wie gelegentlich einer Pressevorführung neuer Kollektionen mitgeteilt wurde, ist der Umsatz heute im Wert doppelt so hoch wie in der Vorkriegszeit. Die Belegschaft, die vor dem Kriege 1200 Arbeitnehmer umfaßte, beläuft sich augenblicklich auf 1000 Per sonen. Die Produktion des Unternehmens besteht zu 80 v. H. aus Wäsche und zu 20 v. H. aus Bade- und Strandanzügen Sehr günstig hat sich in der jüngsten Zeit die Ausfuhr entwickeln augenblicklich liegt der Exportanteil bei 8 v. H. der Gesamtproduktion. Die Benger GmbH-, eine Tochtergesellschaft des Unternehmens, bringt jetzt ihre Strumpferzeugnisse unter der Markenbezeichnung "Ribana" heraus.