Von deutscher Seite wurde immer wieder erklärt. die Zahlungsbilanz werde sich wesentlich schlechter stellen, wenn erst einmal das Schuldenabkommen unter Dach und Fach sei. Das ist jetzt der Fall. Trotzdem ist sie, vor allem gegenüber der EZU, aktiv. Im November hat sie erneut mit einem Überschuß von 43,8 Mill. Rechnungseinheiten abgeschlossen. Darüber ist man selbst bei deutschen Stellen etwas enttäuscht, weil der optische Eindruck, den dieser Abschluß vermittelt, wesentlich günstiger ist, als die Dinge in Wirklichkeit liegen. DieZahlungen laufen nämlich nur ganz langsam an.

Das Schuldenabkommen selbst ist von Belgien, Italien, Holland und vor allem von der Schweiz noch nicht ratifiziert. Bevor das aber nicht der Fall ist, wird auch nicht bezahlt. Verzögerungen entstehen aber auch bei der privaten Auslandsverschuldung. Hier müssen sich Schuldner und Gläubiger erst einigen und neue Verträge abschließen. Auch das braucht seine Zeit. So ist bisher über die Kali-Anleihe noch keine neue Regelung getroffen worden. Die Verpflichtungen selbst laufen jedoch seit dem 1. April.

Wahrscheinlich wird es so kommen, daß in dem Großteil der Fälle Klarheit bald geschaffen wird und daß dann auf einmal große Transferanfordesangen für die zurückliegende Zeit und für die laufenden Fälligkeiten an die BdL herantreten. Die Zahlungsbilanz gibt also kein Spiegelbild der tatsächlichen Verhältnisse. Es war nicht ganz einfach, für diese Zusammenhänge bei der OEEC Verständnis zu finden, worauf zu einem Teil die Schwierigkeiten zurückzuführen sind, die bei den Verhandlungen über die Erhöhung der Rallonge auf 800 Mill. Rechnungseinheiten auftraten. -leb