Am Heiligabend, am 1.00 nachts vom RIAS:

Nach der alten christlichen Tradition, die ja aus den Mittelmeerländern stammt, beginnt das Fest erst mit der Christmette um Mitternacht. Danach erklingen in allen christlichen Ländern die einheimischen Weihnachtslieder. Schalmeien aus Neapel, Dudelsäcke aus Salzburg – aus allen europäischen Ländern, auch aus denen, wo, wie in Litauen, Polen und Ungarn, Weihnachten parteiamtlich abgeschafft ist, läßt RIAS weihnachtliche Lieder hören.

Zu verschiedenen Zelten: Die Weihnachtsansprachen von Papst Pius XII. (16.00 aus Bremen, 16.40 vom SWF, 20.15 aus München, 23.00 aus Frankfurt, 23.40 aus Stuttgart und am 25. 12. 9.10 vom NWDR), von Königin Elizabeth II., die aus Neuseeland spricht (15.00 von BBC-Home), und (im Fernsehfunk 20.00) von Kardinal Frings.

21.50 vom NWDR: Nach oberbayrischen und Tiroler Weisen hat Joseph Haas ein Weihnachtsliederspiel "Christnacht" komponiert, das der Madrigal-Chor der Kölner Musikhochschule aufführt.

Am ersten Feiertag, 16.15 vom Südwestfunk:

In den Wirren des letzten Krieges ging die Partitur verloren, die Gustav Kneip 1929 im Auftrage des Westdeutschen Rundfunks zu Franz Peter Kürtens Weihnachtsopernlibretto "Christkinds Erdenreise" geschrieben hatte. Die Oper war ein großer Funk-Erfolg gewesen und stand bis 1934 alljährlich auf dem Kölner Weihnachtsprogramm. Der Südwestfunk hat das reizvolle, nach alten Märchenmotiven und Weihnachtsliedern frisch und modern gearbeitete Werk jetzt von Kneip neu fassen und erweitern lassen. An der Aufnahme des Pfalztheaters Kaiserslautern nimmt auch der Bielefelder Kinderchor teil.

19.25 vom NWDR: Für die funkeigene Kölner Aufführung von Webers romantischer Feenoper "Oberon" unter Leitung von Joseph Keilberth ist der englische Text neu übersetzt worden.