DIE ZEIT

Aus der Katastrophe in die Isolierung

Junge Menschen heiraten, Kinder werden geboren, sie wachsen heran, ergreifen einen Beruf, sie heiraten – nichts ist anscheinend so beständig wie dieser ewige Kreislauf in der Familie.

Frankreichs politische Ohnmacht

Der Mechanismus der repräsentativen Demokratie funktioniert in Frankreich von Mal zu Mal schlechter, gelte es nun ein Parlament, eine Regierung oder ein Staatsoberhaupt zu wählen.

Das Toleranz-Edikt von Bethlehem

Die strapazierenden Wochen, die letzten Tage der Hetze vor dem Fest sind nun schon fast überstanden. Am Abend werden am Christbaum die Kerzen brennen, wir werden Geschenke verteilen und uns beschenken lassen.

Oberbefehl

Wir sind Anti-Militaristen, aber wir wollen uns militarisieren. Wir haben kein Militär, aber wir streiten uns um den Oberbefehl.

Was sonst noch geschah

Das Pariser Kommuniqué des NATO-Rates bekundet Einigkeit daüber, daß "es das Hauptziel der Sowjets bleibt, die atlantische Allianz zu sprengen".

Bundesminister Lübke

Der neue Mann im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat sich auf dem Bonner Parkett erfreulich schnell Respekt und Sympathien erworben.

ZEITSPIEGEL

"Was ist das Schönste am Weihnachtsfest?" hat das Bielefelder Institut für Meinungsforschung, Emnid, 2000 Einwohner der Bundesrepublik gefragt.

Dörfer ohne einen Tropfen Wasser

Über Mittelrußland liegt ein Hochdruckgebiet. Es ist so kräftig, daß die ersehnten atlantischen Regenwolken seit Monaten nicht nach Süddeutschland dringen.

Was Grotewohl im Kreml besprach

Weder im Ministerrat der sowjetischen Zone noch in der Volkskammer ist auch nur andeutungsweise darüber gesprochen worden, was werden soll, wenn die Viererkonferenz in Berlin etwa ein Ergebnis hätte.

Weihnachten der Beamten

Der Streit um die Weihnachtsgratifikationen für Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes hat einen wenig erfreulichen Verlauf genommen.

Auch wenn die Front gehalten hätte...

Percy Ernst Schramm, der während des zweiten Weltkrieges das Kriegstagebuch des Wehrmacht-Führungsstabes führte, hat dieses immer wieder aufschlußreiche Buch noch einmal aufgeschlagen.

Erste Voraussetzung

In Bonn ist eine Diskussion darüber im Gange, welche Aufgaben und Kompetenzen eine gesamtdeutsche Regierung sofort nach ihrer Bildung haben müßte.

"Schreckliche Not und Sehnsucht nach Frieden"

Der amerikanische Vizepräsident Nixon ist von seiner Reise um die Welt zurückgekehrt. Er war siebzig Tage unterwegs. In dieser Zeit besuchte er achtzehn asiatische Staaten sowie in Nordafrika Libyen.

DIE ZEIT Feuilleton: Reisender Philosoph

Trotz Schopenhauer, trotz Kierkegaard, trotz Nietzsche ist im Abendland, und ganz besonder in Deutschland, das Achtung vor der Philosophie auf eine fast magische Weise an den Respekt vor dem "Lehrstuhl" geknüpft geblieben.

Dramatiker Barlach

Als Jürgen Fehling vor einem Vierteljahrhundert den in Berlin versammelten Dramaturgen das Geheimnis des Lesens klarmachen wollte, sagte er: "Ich glaube, Barlach richtig zu hören, wenn ich ihn lese; daher mein Ruf als Barlach-Regisseur.

Seine weißen Zähne

Flanagan war zum Gegenstand einer Geschichte nicht sehr geeignet und es war nur die Echtheit an diesem Burschen, die den Autor in Versuchung geführt hat, die Geschichte seiner Taten zu schreiben.

Das Schweigen des Gewissens

Der Mensch aller Zeiten ist unzufrieden mit dem Dasein. Das gehört wohl zur Menschlichkeit. In diesem Sinne sind wir Heutigen jedenfalls recht menschlich, denn wir glauben, mehr noch als frühere Geschlechter, Grund zur Unzufriedenheit zu haben.

Viele Schleusen und ein General

Es gibt nichts Geruhsameres als eine Fahrt im Göta-Kanal von Göteborg bis Stockholm hinauf. Man tut platterdings nichts. Man schaut nur.

Kampf um Goethes Carneval

Überwog die Freude oder überwog das bloße Staunen, als ein, allerdings einzigartig erhaltenes unbeschnittenes Exemplar von Goethes "Römischem Carneval" (erschienen in Weimar Anno 1789) auf der 55.

Gestern

Wer Leipzig, die Bücherstadt von einst, nicht gekannt hat, wird die besondere Atmosphäre nicht nachempfinden können, die dort um das Buch herrschte.

Sind Heilige zu modernisieren?

Mit solchen Fragen vertraut zu sein und dennoch einen Band Heiligenporträts herauszugeben, erfordert Mut: denn das Resultat der Arbeit darf weder sentimentaler Herzenserguß noch trockene Lebensbeschreibung werden.

Aus Trotz altmodisch

Gewisse altmodische Rosensorten, die nicht mehr aufzutreiben sind", spielen eine Rolle in den Vergleichen, die Irene Forbes-Mosse den Figuren ihrer letzten, im Nachlaß aufgefundenen und nun zum erstenmal veröffentlichten Erzählungen in den Mund legte.

Thüringen: Die Puppen von Sonneberg

Seit drei Jahrhunderten gehen von hier aus Spielzeuge in alle Teile der Welt. Auf Schritt und Tritt leuchten einem die Schilder von privaten Herstellungsfirmen entgegen.

Rheinland-Pfalz: Zweckverband Rhein-Main

Der zweite Bürgermeister der Stadt Mainz, Hufschmidt, hat einen Plan zur Gründung des Zweckverbandes Rhein-Main" ausgearbeitet, der zunächst die beiden Schwesterstädte Mainz und Wiesbaden, später auch weitere Gemeinden am Mittelrhein und an der Mainmündung umfassen soll.

Berlin: Glück - groß und klein

Die Russen-Filme machen in der Sowjetzone die Kinos leer. Wer nicht muß, bleibt zu Hause. Und die sowjetdeutschen Defa-Filme haben sich die Langeweile der Aufbau- und Aktivistenfilme aus Moskau so zu Herzen genommen, daß sie schlechter, magerer, dürftiger noch als die schlechtgewordenen Russen-Filme sind.

Niedersachsen: Schwarze Wäsche

Die Freien Demokraten in Niedersachsen haben in einem Vorstandsbeschluß einstimmig jede Koalition mit der gegenwärtigen SPD/BHE-Landesregierung auch in dem drohenden Kulturkampf abgelehnt.

Falsche Optik

Von deutscher Seite wurde immer wieder erklärt. die Zahlungsbilanz werde sich wesentlich schlechter stellen, wenn erst einmal das Schuldenabkommen unter Dach und Fach sei.

‚Brücke‘ zur Bundesbank

Die Interessengemeinschaft der Reichsbank-Anteilseigner hat in den letzten Monaten in der Öffentlichkeit oft und sehr nachdrücklich das Wort ergriffen.

Bundesbahn: keine Vorzugsstellung

In unserer Ausgabe Nr. 50 vom 10. Dezember veröffentlichten wir unter der Überschrift "Aufteilung der Verkehrsaufgaben" eine Zuschrift der Zentralarbeitsgemeinschaft des Straßenverkehrsgewerbes.

Gelockerte Zwangswirtschaft

Das Bundeswirtschaftsministerium hat – offenbar nach Überwindung großer Schwierigkeiten – eine Devisen-Zahlungsfreigrenze eingerührt (Runderlaß Außenwirtschaft Nr.

Existenzen ohne soziale Sicherheit

Der Angestellte, der den nicht-sozialversicherungspflichtigen Einkommensstufen angehört, und heute, nach Dezimierung seiner Ersparnisse oder Berechtigungen infolge der Währungsreform, mit 40 oder gar 50 Jahren für das Alter einen neuen hinreichenden Versicherungsschutz aufbauen muß, steht vor einer schweren Aufgabe.

Gewerkschaften mit neuen Waffen

Die britischen Gewerkschaften haben im Anschluß an ihren 24-Stunden-Warnstreik im Maschinen- und Schiffsbau (am 2. Dezember) ein neues Kampfmittel angedroht, um ihre Lohnerhöhung von 15 v.

Schweizer Importsorgen

Niemand wird es der Schweiz verargen, wenn sie mit Stolz auf ihre zunehmende Exportkapazität hinweist. Die Rückeroberung der Weltmärkte nach dem Kriege ist um so bemerkenswerter, als die Schweiz die Last eines weit über dem Durchschnitt liegenden Lohnniveaus preislich mitzuschleppen hatte, eine Verteuerung, die nur teilweise durch den sogenannten "Zinsvorsprung" wettgemacht wurde.

Coca-Cola gewann

Dieser Tage entschied das Pariser Obergericht als höchste Instanz in dem fast drei Jahre währenden Kampf der französischen Kommunisten gegen Coca-Cola: "Coca-Cola ist in gesundheitlicher Beziehung einwandfrei und kann bedenkenlos von jedem Franzosen getrunken werden.

Hält Finnland durch?

Von allen vier nordischen Ländern hat es Finnland am schwersten gehabt. Finnland ist in beide Weltkriege verwickelt gewesen.

Dahlbusch: besser

Die Bergwerksgesellschaft. Dahlbusch, Gelsenkirchen, legte den Bericht für 1952 vor, für das Jahr des hundertjährigen Bestehens des Unternehmens.

Keine Diskriminierung

Ihr Korrespondent, Herr Reichelt, Düsseldorf, vertritt in einer Polemik gegen Dr. Bender ("Mitbestimmung bei einer Holding", ZEIT Nr.

Krupp zur Jahreswende

Seitdem das Diktat der Alliierten gegen die deutschen Großindustriellen mehr und mehr zum Zuge kommt, häufen Eid im Ausland die Stimmen der wirtschaftlichen Konkurrenz, denenzufolge auch diese Nachkriegspolitik der Alliierten für die eigenen Siegerländer fehlerhaft, ja sogar schädlich gewesen wäre.

Phrix-Töchter decken den Verlust

Die zur Phrix-Gruppe (72 v. H.) gehörende Chemie-Faser AG, Siegburg/Rhld. (früher Rheinische Zellwolle AG), legte den Bericht für das Geschäftsjahr 1952 vor.

Keine Experimente

Vor Experimenten im europäischen Kohlenbergbau warnte der Präsident des beratenden Ausschusses der Montan-Union, Bergassessor Burckhardt anläßlich der HV der Eschweiler Bergwerksvereine AG.

Zur Klarstellung

In dem Artikel "Onkel Bobsys Glück und Ende" (in Nr. 49 der ZEIT) sind von uns nochmals die Zusammenhänge erwähnt worden, die zwischen dem Zusammenbruch der "Schlachterbank" (der Handels- und Verkehrsbank AG in Hamburg) und dem im Dezember 1950 erfolgten Selbstmord von Dr.

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