Der amerikanische Vizepräsident Nixon ist von seiner Reise um die Welt zurückgekehrt. Er war siebzig Tage unterwegs. In dieser Zeit besuchte er achtzehn asiatische Staaten sowie in Nordafrika Libyen. Als er wieder in Washington eintraf, hatte er 64 000 Kilometer in seiner "Constellation" zurückgelegt.

Die Reise erfolgte auf Wunsch Eisenhowers, der es für erforderlich hält, seinem möglichen Nachfolger Einblick in die weltpolitischen Aufgaben zu geben, die der Präsident der Vereinigten Staaten zu bewältigen hat. Nixon scheint seinen ersten außenpolitischen Auftrag ganz im Sinne Eisenhowers erfüllt und die Anerkennung der Berufsdiplomaten des State Departement gefunden zu haben, die einem Außenseiter nur selten zuteil wird.

Mit großer Offenheit haben die offiziellen Gastgeber Nixons die Gelegenheit wahrgenommen, dem zweiten Mann der Vereinigten Staaten ihre Wünsche vorzutragen und Vorschläge für eine Verbesserung der gegenseitigen Beziehungen zu machen. Der Wunsch nach einer Erweiterung der Handelsbeziehungen, insbesondere nach einer Steigerung der Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten, die durch die amerikanischen Zolltarife verhindert wird, zog sich wie ein roter Faden durch alle Besprechungen. Klagen dieser Art wurden auch von den Mitgliedsstaaten des britischen Commonwealth

Neuseeland, Australien, Ceylon

vorgetragen. Nixon, der von Eisenhower zu der Erklärung ermächtigt war, die Vereinigten Staaten hätten "keine besseren Alliierten als die Länder des britischen Commonwealth", versicherte, daß es die Politik der Regierung Eisenhower sei, "auf lange Sicht die Zolltarife eher zu ermäßigen als zu erhöhen". In

Indonesien

wo Nixon die gleiche Klage hörte, wurde seine Antwort als enttäuschend empfunden. Präsident Sukarno beeilte sich, nach der Abreise Nixons zu erklären, daß der Besuch des amerikanischen Vizepräsidenten den Kurs der Neutralität Indonesiens zwischen Ost und West nicht ändern werde. In