Opel führt Produktivitätsbonus ein. In Anerkennung der Leistungen der gesamten Belegschaft um das Anlaufen der 1953 neu herausgebrachten Typen – "Olympia Rekord", "CAR A VAN", "Kapitän 1954" und des Lieferwagens "L 53" –, hat die Adam Opel AG, Rüsselsheim, einen Produktivitätsbonus für die Belegschaftsmitglieder eingeführt. Der Produktivitätsbonus ist kein Teil des Gehaltes er beträgt bei den Lohnempfängern zwischen 3 und 5 Pfennigen je Stunde und für die Tarif-Gehaltsempfänger zwischen 4 und 14 DM je Monat. Der Bonus wird viertel jährlich gesondert ausgezahlt. Unabhängig hiervon sind die Arbeitsbedingungen der Belegschaft ständig verbessert worden und die freiwilligen sozialen Leistungen einschließlich der Erweiterung des Wohnungsbauprogramms für die Belegschaft und die Bereitstellung erheblicher Mittel für die Altersversorgung erhöht worden.

Borgward in Indonesien. Die Bremer Automobilwerke Carl F. W. Borgward haben mit der Firma P. T. Udatin, Sourabaya (Indonesien), einen Vertrag unterzeichnet, der die Errichtung einer Automobilfabrik in Sourabaya vorsieht, die sich mit der Herstellung und mit der Komplettierung von Borgward-Fahrzeugen in Indonesien beschäftigen wird. Das für das Unternehmen erforderliche Kapital wird von Borgward und von der Firma Udatin gezeichnet.

Höchste Produktion der deutschen Motorradindustrie. Mit einer Gesamtproduktionszahl von 110 855 Krafträdern stellten die NSU-Werke 1953 einen neuen Rekord für die gesamte deutsche Motorradindustrie auf. Dies ist die höchste Zahl, die jemals von einem deutschen Werk seit Bestehen der deutschen Motorradindustrie erreicht wurde. Meistgebautes Fahrzeug innerhalb der NSU-Produktion war der Lambretta-Autoroller (29 004) vor der NSU-Max (24 403), Lux (17 052), Quick (16 000), Fox (12 729) und der jungen Quickly (9 120), deren Produktion erst im November anlief. Die NSU-Gesamtproduktion 1952 erreichte 94 581 Maschinen. In den letzten Wochen mußte NSU weitere Arbeitskräfte einstellen. Die Belegschaft beträgt jetzt 5900. Der Export nimmt weiter zu? Export-Favoriten sind die kleine Quickly und vor allem die NSU-Max.

WMF: 1953 relativ höchster Umsatz. Die Württembergische Metallwarenfabrik (WMF) in Geislingen/Steige, die im Juli 1953 auf ihr 100jähriges Bestehen zurückblicken konnte, hat 1953 den relativ größten Jahresumsatz seit ihrer Gründung erreicht. Trotz des Ausfalles einiger Betriebszweige war der Gesamtumsatz höher als im Vorjahre. Man hofft, daß es 1954 keine Verlustabteilungen mehr geben wird. Die Hohlwarenabteilung hat zum ersten Male seit Jahrzehnten rentabel gearbeitet; in der Glasabteilung zeichneten sich ähnliche Erfolge ab. Die Verwaltung ist sich jedoch klar darüber, daß die Umsätze in programmäßiger WMF-Ware kaum noch zu steigern, ja wohl schwerlich zu halten sein werden. Man versucht deshalb, das Fertigungsprogramm durch neue Artikel zu erweitern. Ein Anfang ist mit Präzisionsgußteilen gemacht worden. Über die der Belegschaft 1953 bereits gewährten Zuwendungen in Form einer Maigabe, einer Jubiläumsspende und der Weihnachtsgratifikation von zusammen 750 000 DM (steuerfrei) hinaus, sind jetzt noch weitere 75 000 DM als Sondergratifikation gegeben worden. Das Unternehmen beschäftigt rund 4000 Arbeitskräfte.

Von der Nordwestdeutsche Kraftwerke AG., Hamburg, wurde ein Verkaufsangebot über Inhaberschuldverschreibungen von 1950 begeben. Das Unternehmen hatte 1950 die Genehmigung zur Begebung einer 6 1/2 %igen Anleihe im Nennwert von 18,5 Mill. DM erhalten. In Anpassung an die seit Auflegung der Anleihe veränderte Lage des Rentenmarktes wird der Verkauf nunmehr zum Kurse von 95 1/2 v. H. fortgesetzt.

Achtprozentige Anleihe der Gerresheimer Glashüttenwerke. Die Actien-Gesellschaft der Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye, Düsseldorf-Gerresheim, begibt zur Finanzierung von Investitionen, die der weiteren Durchführung ihres Rationalisierungsvorhabens dienen, eine achtprozentige Teilschuldverschreibungsanleihe in Höhe von 5,4 Mill. DM zur Kurs von 97 v. H. Der Erlös der Anleihe dient zum Teil für den Bau einer neuen Weißglaswanne mit einem Tagesdurchschnittssatz von 100 t Glas sowie für den Ausbau der Glasseidenproduktion.

Aktionärverein der Phrix-Werke fordert Einberufung einer HV. Der Anfang Dezember gegründete Aktionärverein der Phrix-Werke e V., Hamburg, hat das zuständige Registergericht aufgefordert die Einberufung einer HV der Phrix-Werke AG, Hamburg, zu erzwingen. Der Verein weist in seiner Begründung darauf hin, daß seit Mai 1951 keine HV bei der Gesellschaft stattgefunden hat, ferner, daß den satzungsmäßigen Organen der Gesellschaft auf der HV am 26. Mai 1951 keine Entlastung erteilt worden ist und daß für die fünf Geschäftsjahre seit der Währungsreform noch keine Bilanzen vorgelegt worden sind.