Nach dem Verkaufsangebot für die 100 Mill. DM Siemens-Anleihe haben die Siemens & Halske AG und die Siemens-Schuckertwerke AG im Geschäftsjahr 1952/53 einen Umsatz von rund 1,3 Mrd. DM erreicht. Das bedeutet trotz rückläufiger Preise eine Zunahme um rund 14 v. H. im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr. Am Ende des Berichtsjahres waren bei den beiden Firmen rund 96 400 Personen beschäftigt, also 5700 mehr als im Jahr zuvor (Zunahme 6 v. H.). Verglichen mit 1936, dem bisher stärksten Beschäftigungsjahr, haben die beiden Siemens-Firmen heute wieder fast genau die gleiche Belegschaft, aber – nach Ausschaltung der Preisveränderungen – einen um rund 20 v. H. höheren Umsatz erreicht. Es wurden in den letzten Jahren echte Rationalisierungserfolge erreicht.

Heute hat das Haus Siemens seine Vorkriegsstellung wieder erreicht und steht bereits mit an führender Stelle unter den Großfirmen der Weltelektroindustrie. Von nur 21 Mill. DM Siemens-Export in 1948/49 hat sich das Exportgeschäft in 1952/53 auf 263 Mill. DM, also auf rund das Dreizehnfache, ausgeweitet. Rund 25 v. H. der gesamten deutschen Elektroausfuhr entfallen auf die Siemens-Firmen. Trotz schärfer werdender Konkurrenz und rückläufiger Preistendenz an den Weltmärkten ist auch in 1952/53 der Auftragseingang aus dem Auslande nochmals um rund 15 v. H. gestiegen. Im Hinblick auf diese Entwicklung kündigt die Gesellschaft für das am 30. September zu Ende gegangene Geschäftsjahr 1952/53 eine Dividende an, die über 6 v. H. – das war die Vorjahresdividende – liegen wird. Mit der nunmehr aufgelegten 7 1/2prozentigen Anleihe in Höhe von nom. 100 Mill. DM bezweckt Siemens die weitere Konsolidierung der Verbindlichkeiten sowie die Schaffung der finanziellen Voraussetzungen für weitere langfristige Investierungen. B.