In Bad Wiessee starb, zweiundsiebzig Jahre alt, Dr. h. c. Ludwig Klitzsch, der lange Zeit Generaldirektor des Scherl-Verlags und der Ufa gewesen war. Er hatte in dem Berliner Zeitungsunternehmen als kleiner Angestellter angefangen. Ein Genie der Organisationskunst, brachte er es zum kaufmännischen Leiter jenes Zeitungs- und Film-Weltunternehmens, um dessen Beherrschung Dr. Goebbels heftig ringen mußte. Ein zäher und geschickter Verhandler, hat Klitzsch zumal die Ufa lange vor den Begierden des Propaganda-Ministeriums verteidigen können, und im Scherl-Verlag zog ein nationalsozialistischer Direktor erst ein, als der Krieg bereits so gut wie verloren war. – In den letzten Jahren hat Klitzsch als Vorsitzender der Gesellschafter-Ausschüsse der OPRIBA (Handels -und Verwaltungs-Kommanditgesellschaft) für die Freigabe des Ufi-Vermögens gekämpft. So wird sein Name wohl auch mit dem zukünftigen Film noch verknüpft sein. CH. M.