Im Gegensatz zum Bundesgebiet lag das in westberlin in 1953 erreichte Produktionsniveau noch sehr tief (Stand: 42 v. H. von 1939). Es ist dies – abgesehen von der in den letzten Kriegsjahren eingetretenen Abwanderung der Bevölkerung – zum größten Teil auf die Zernierung Westberlins durch die sowjetische Besatzungszone zurückzuführen. Das Produktionsniveau der sowjetischen Besatzungszone (einschließlich Ostberlin) hat mit schätzungsweise 33 Mrd. DM etwa 70 v. H. (je Einwohner 65 v. H.) des Vorkriegsstandes (1939) erreicht. Diese Schätzung ist allerdings durch die Problematik des Preis- und Qualitätsvergleichs der produzierten Güter sehr erschwert.

Zusammenfassend betrachtet, bleibt die Leistung des deutschen Wirtschaftsgebietes um nahezu 15 v. H. hinter der in 1939 erreichten Leistung zurück. Der Abstand vergrößert sich sogar auf etwa 40 v. H., wenn man den Vergleich nicht auf die vor 14 Jahren erzielte volkswirtschaftliche Leistung, sondern auf das im Jahr 1953 unter normalen Verhältnissen, d. h. ohne Krieg und Kriegsfolgen, zu erwartende Wirtschaftspotential abstellt.