Carl Orffs humoristische Märchenoper "Der Mond" mit ihrer aus Madrigal und Volkslied gesponnenen Poesie ist eins der ersten Werke seiner reifen Zeit, noch vor dem bisweilen gewaltsamen Anknüpfen an älteste Formen der Musik. In dem heiter symbolischen Spaß um den vom Himmel gestohlenen Mond wirken so grundmusikantische Sänger wie Karl Erb, Georg Hann und Benno Kusche mit.

21.00 aus Frankfurt: Nicht nur das Schulwesen in Deutschland ist heute zerfasert, sondern vor allem auch die Anschauungs-Welten der Lehrer. Georg Kahn-Ackermann hat viele Schulen des Bundesgebiets besucht und erörtert mit manchem skeptischem Vorbehalt die Frage: "Was wissen unsere Lehrer?"

Sonnabend, 23. Januar, 20.05 von UKW Nord:

Eine monatelang im NWDR vorbereitete, durchgesprochene und aufs laufende gebrachte aktuellpolitische Hörfolge von 140 Minuten Dauer wird zunächst einmal auf Ultrakurzwelle ausprobiert: Peter von Zahns Studie "McCarthy oder Die Verschwörung der Tugendhaften". Der erste Teil bringt das gesprochene stenographische Protokoll der Vernehmung eines Mathematiklehrers vor dem McCarthy-Ausschuß, der zweite ein Lebensbild des vielumstrittenen Senators und eine Analyse seiner Zukunftsabsichten ("Weißes Haus oder Gefängnis").

17.25 aus München: Beethovens Trios gehören zu den Raritäten im Funkprogramm. Conrad Hansen, Erich Röhn und Arthur Tröster spielen das dritte der drei Trios opus 1.

Sonntag, 24. Jan., zu zehn Sendezeiten aus Bremen:

Um 8.05 Uhr wird mit einer Ansprache des Reichsmarschalls Birger Ekeberg die groß angelegte und ungemein reichhaltige "Schwedische Woche" von Radio Bremen eröffnet. In Skandinavien wird Bremen viel gehört (sogar ein Wunschkonzert mit deutscher Musik für schwedische Hörer steht im Programm), nun zieht einmal eine Woche lang Stockholm auf der Bremer Welle ein, teils direkt mit Übertragungen von Orchesterkonzerten und Opernteilen, teils durch Bandaufnahmen schwedischer Orchester und Solisten, teils durch Aufführung schwedischer Hörspiele und Kompositionen durch deutsche Künstler.