Gottlob hält die Konjunktur in großer Dichtung an: Goethes prophetische Tragödie vom Verlust der Persönlichkeit in der modernen Welt, "Die natürliche Tochter", für das Theater zu spröde, ist von Hermann Wenninger für den Funk bearbeitet worden. Die Titelrolle der Eugenie, die als einzige in dem Stück einen Namen hat, während alle anderen Figuren anonym sind, spricht Käthe Gold. Rudolf Alexander Schröder leitet die Sendung ein.

20.30 vom NWDR: Von der Verkehrsmisere auf den Bundesstraßen und den Chancen einer Abhilfe handelt die nur allzu aktuelle Hörfolge "Weißes Dreieck, roter Rand" von Alfred Prügel.

21.00 aus Stuttgart: über die "Elementarteile der Materie" spricht der deutsche Atomphysiker, dem die Erkenntnis vom Bau der Körperwelt die entscheidenden Fortschritte verdankt: Werner Heisenberg.

Mittwoch, 27. Januar, 20.00 vom Südwestfunk:

Blaubart, der Mörder seiner Frauen, als Symbol des Menschen, der mit Vergessen die morden muß, die er liebte – das ist der Grundgedanke des Textbuches zu der Oper "Herzog Blaubarts Burg", deren Musik der junge Bélá Bartók 1910 schrieb, eine grandiose Klangvision der Totenkammer, die als Erinnerung gedeutet wird. Vorher spielt der in der Schweiz lebende ungarische Komponist Sandor Veress den Solopart in seinem neuen "Konzert für Klavier und Orchester".

Elisabeth Verden.