"Die Vertreibung der Deutschen war ein Verbrechen", stellt die deutschsprachige Prager Gewerkschaftszeitung "Friede und Aufbau" fest und nennt den früheren Staatspräsidenten Benesch und "seine westlichen Auftraggeber" als die Verantwortlichen für das Schicksal der Sudetendeutschen. Etwa gleichzeitig wurden die diskriminierenden Bestimmungen gegen die Deutschen in der Tschechoslowakei aufgehoben. Es soll sich dabei um eine der Folgen der "Konferenz zur Lösung der deutschen Frage" handeln, die vor kurzem in Prag stattfand. Die Vertreibung der als Facharbeiter hochqualifizierten Deutschen hat der tschechoslowakischen Wirtschaft erheblichen Abbruch getan.