Pfennigmünzen sind in den letzten Monaten mehr und mehr zu einer "Mangelware" geworden. Obwohl der Umlauf an Pfennigstücken rund eine Milliarde Stück beträgt, wurden sie rar – weil sie anscheinend (vor allem für Kinder) ein beliebtes Sammelobjekt für Sparbüchsen sind. Nun ist es langsam so weit gekommen, daß der Pfennigmangel beim Einzelhandel unangenehm zu werden beginnt und auch die Lohnbüros der Industrie bei ihren Gehalts- und Lohnzahlungen mehr und mehr in Schwierigkeiten geraten.

Die Bank deutscher Länder hat dem Bundesverband der deutschen Industrie, der in Sachen "Pfennigknappheit" vorstellig wurde, zugesichert, daß schon in nächster Zeit die vier westdeutschen Münzen in ihrem Prägeplan die weitere Prägung von Pfennigmünzen in erheblichem Umfange vorgesehen haben. Nach "statistischen Feststellungen" dürfte es eigentlich diese Pfennigsorgen nicht geben: augenblicklich stehen je Kopf der westdeutschen Bevölkerung zwanzig Einzelpfennige zur Verfügung, während es vor dem Kriege nur dreizehn Exemplare dieser kleinsten deutschen Münze waren. Und die Moral? – Pfennigstücke gehören nicht in Sparbüchsen, die Büchsen werden davon zu langsam voll... we.