Die Deutsche Gold- und Silber- Scheideanstatt vormals Roessler (Degussa), Frankfurt/M., die eine auf 7 (i. V. 5) v. H. erhöhte Dividende ausschüttet, legte den Geschäftsbericht für 1952/53 (30. 9.) vor. Obwohl im Berichtsjahr für einen großen Teil der Erzeugnisse die Preise ermäßigt wurden, ist der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr im Werte gestiegen, woraus sich in der Menge eine effektive Umsatzzunahme ergab. Es ist gelungen, die Gestehungskosten zu senken, die Kapazitäten im großen ganzen voll auszunutzen, Fabrikationsverfahren zu verbessern und neue Erzeugnisse auf den Markt zu bringen.

Der Exportanteil konnte – trotz rückläufiger Preise – auf rd. 30 v. H. des Gesamtumsatzes gehalten werden. Die Zahl der Arbeiter und Angestellten (ohne die Tochtergesellschaften) hat sich (nach einer Abnahme im vorangegangenen Jahr) wieder auf 6339 (i. V. 6240) am 30. 9. 1953 leicht erhöht. In der Abteilung "Edelmetalle" hat sich im Berichtsjahr die Lockerung der Bewirtschaftung ausgewirkt; mit ihrer völligen Beseitigung – wenigstens für Silber und Platinmetalle – wird in naher Zukunft gerechnet. Die Silbererzeugung Westdeutschlands hat den höchsten Stand der Nachkriegszeit erreicht, was die Versorgung der westdeutschen Industrie mit Edelmetallen sehr erleichtert hat. Seit September 1953 rechnet der Dental-Bedarf zum bevorzugten Goldverbrauch. Das hat zu einer Zunahme der Goldeinfuhr geführt. Alt- und Bruchgold wird fast nur noch für die Herstellung von Schmuckwaren und von Porzellan-Dekors herangezogen. Die Beschaffung von Platin – das Rüstungsmetall par excellence – ist mit zunehmender Entspannung der politischen Lage erheblich leichter geworden. E.