Der allgemeinen Entwicklung in der westdeutschen Chemiewirtschaft folgend, verlief auch für die Farbenfebri-

ken Bayer AG‚ Leverkusen, das Geschäftsjahr 1953 günstig. Wie die Verwaltung mitteilt, ist trotz des Preisdruckes aus verstärkter Konkurrenz der Gesamtumsatz (einschl. der Organgesellschaften) gegenüber 1952 um rd. 18 v. H. auf etwa 1,025 Mrd. DM gestiegen. Es handelt sich also ausgesprochen um eine Mengenkonjunktur.

An der Umsatzzunahme ist das Auslandgeschäft stärkerbeteiligt als das Inlandgeschäft. Letzteres stieg nur um 12 v. H., während der Auslandabsatz um 32 v. H. gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat. Der Exportante 11 in 1953 betrug 34 v. H. des Gesamtumsatzes gegenüber 31 v. H. 1952. An der günstigen Entwicklung waren alle Verkaufssparten beteiligt? hervorzuheben ist die Umsatzzunahme bei den chemischen Fasern, Farben, fotografischen Artikeln und bei einigen Chemikalien. Für einige Produkte hat die anhaltend gute Nachfrage sogar zur Verlängerung der Lieferfristen geführt.

Im vergangenen Jahr wurden 3598 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Zahl der Beschäftigten zu Ende 1953 betrug 36 766 Personen gegenüber 33 168 ein Jahr zuvor. Für Investitionen wurden 1953 rd. 90 Mill. DM (1952: 107 Mill. DM) aufgewendet. Der Auftragseingang ist nach wie vor gut, so daß – zum mindesten im ersten Halbjahr 1954 – mit einer weiteren günstigen Entwicklung gerechnet werden kann. V.