Nachdem die Meinungsverschiedenheiten zwischen dem neuen Großaktionär der Essener Steinkohlenbergwerke AG der Consolidation Bergbau AG (ex Mannesmann), und der Harpener Bergbau AG, Dortmund, bezüglich des vor Weihnachten unterbreiteten Umtauschangebotes der Harpen-Bonds von 1935 offensichtlich beigelegt werden konnten, machen leide Unternehmen ein neues ausführliches Umtauschangebot im alten Verhältnis von 1 : 1,5. Dabei sollen auf je 1000 RM alte Harpen-Bonds 800 DM 6 1/2 v. H. neue Teilschuldverschreibungen von Harpen und weitere 600 DM von Essener Steinkohle mit Zinsanspruch ab 1. 7. 1953 ausgegeben werden. Die neuen Teilschuldverschreibungen wären nach Ablauf von fünf Freijahren in 15 gleichen Jahresraten zu pari rückzahlbar.

Das neue Umtauschangebot sieht vor, daß Harpen und Essener unabhängig voneinander berechtigt sind, nach Ablauf der fünf Freijahre die neuen Titel ganz oder teilweise zu pari zurückzuzahlen. Die Annahme des Angebotes ist erfreulich kurzfristig und läuft bis zum 6. März 1954, Auch in diesem Falle unterstützen die Banken wie die Schutzvereinigungei für Wertpapierbesitz das Angebot und empfehlen die Annaime. Ein Bonds-Inhaber hat allerdings die Wiederaufnahme eines Musterprozesses angekündigt, was bisher auf sehr wenig Verständnis oder Zustimmung bei den übrigen Bonds-Inhabern gestoßen ist. -lt.