DIE ZEIT

Es fehlt an Staatsgesinnung!

Während die Konferenz in Berlin tagt, erklingen zu ihrer Begleitung in der Bundesrepublik seltsame Gesänge..................

Auch ein Dementi!

in Mitglied des Bundespresseamtes gab zur „Richtigstellung von Pressemeldungen über die Rolle, die Vizekanzler Blücher in der Aktion Vulkan gespielt hat“, folgendes bekannt: Blücher sei mit der Bekanntgabe der Erklärung der Bundesregierung vom 10.

Titos bewaffnete Bürokratie

An die Absetzung des Partei-Theoretikers und jugoslawischen Parlamentspräsidenten Djilas, der in einigen Zeitungsartikeln von der Parteilinie abgewichen war, scheinen sich jetzt umfangreiche Säuberungsmaßnahmen zu schließen.

Ernste Krise der Konferenz?

Im Spiegelsaal der Sowjetbotschaft, Unter den Linden, scheint nicht nur die Akustik schlechter zu sein als im Westberliner Kontrollratsgebäude, sondern auch die Konferenzatmosphäre.

ZEITSPIEGEL

Die dem Vatikan gegenüber schon fast unhöfliche Verzögerung der Entsendung eines deutschen Botschafters dürfte in Kürze beendet werden.

Prälat und Politiker

Es gibt einen stillen Streit in Bayern, der die Gemüter immer wieder erhitzt: den Konflikt darüber, ob die Lehrerbildung konfessionell ausgerichtet sein soll oder nicht.

Was sonst noch geschah

Nachdem die amerikanische Regierung Mitte Januar die Bildung einer strategischen Einsatzreserve in den Vereinigten Staaten beschlossen hatte, um im Falle einer russischen Aggression an jedem Punkt der Erde sofort einen Gegenschlag führen zu können, hat sich nunmehr auch die britische Regierung entschlossen, ihre Verteidigungsmaßnahmen durch Schaffung einer zentralen Eingreifreserve den Erfordernissen einer globalen Kriegführung anzupassen.

Der Busen der Europa

Der Bundesfamilienminister, der seinem Ressort und seinem sittlichen Standort entsprechend zu streng zu moralischen Begriffen neigt, kam in den – wie sich später herausstellte – unzutreffenden Verdacht, er hätte an der halbnackten Europa auf unseren Fünfmarkscheinen Anstoß genommen.

Duftender Flieder in Ostberlin

Nun wehen Unter den Linden mindestens eine Woche lang neben der roten Fahne, die dort seit 1945 als Alleinherrscherin in vielen Exemplaren regierte, auch das Sternenbanner, der Union Jack und die Trikolore.

Ein Kloster in Nordkorea

Politik ist nicht unsere Aufgabe. Wir wünschen nichts zu sagen, was die Verbitterung zwischen den Völkern schüren könnte.“ Pater Fabian Damm, Missionar vom Orden des Heiligen Benedikt, war noch vor drei Wochen Gefangener der Bolschewiken in Nordkorea.

Das akademische Gedränge

Die Philosophische Fakultät der Universität Hamburg hatte, wie ihr Vertreter bei einer Konferenz berichtete, in den ersten zwanzig Jahren ihres Bestehens, zwischen 1919 und 1939, im Semesterdurchschnitt 600 Studenten.

Der Fluch des deutschen Eigentums

Seit den Herbstwahlen von 1949 bedeutet in Österreichs öffentlicher Meinung der „Fall Krauland“ das Argument Nr. 1 in der Frage, ob die gegenwärtige Regierungskoalition zwischen österreichischer Volkspartei (ÖVP) und Sozialisten (SPÖ) korrupt zu nennen sei.

Rundfunk-Freiheit

Soeben hat der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Karl Arnold, jenen Gesetzentwurf, der – wie es in der ZEIT bereits dargestellt wurde – auf eine Teilung des Nordwestdeutschen Rundfunks hinausläuft, seinem Landesparlament vorgelegt und sofort die Zustimmung aller Parteien erhalten.

Der Schreck am Kilimandscharo

Zwölf Stunden lang waren „ganz New York“ und wohl auch große Teile der übrigen USA in fieberhafter Aufregung. Das Radio hatte mitgeteilt, daß Ernest Hemingway mit seiner Frau im Flugzeug in Afrika, nahe dem Viktoriasee, abgestürzt sei.

Madame Keckes Hut

Madame Kecke, Vigneau und Pawlitschek wohnten zu dritt in einem gritzgrauen Haus in St. Omer. Das Haus war so betagt, so erdengraubaufällig vorgeneigt, daß es durch einen Balken hatte gestützt werden müssen, was manches Ärgernis herausforderte.

Jens hielt nicht stand

Auf zwei wichtigen Pariser Bühnen spiegelt sich zur Zeit der aktuelle Kampf: Freiheit des Individuums oder autoritärer Machtanspruch, liberale Demokratie oder Diktatur, christlicher Humanismus oder brutaler Materialismus.

Der Dichter Peter Gan

Da gibt es in der deutschen Literatur ein Buch, ein Sammelsurium, wie der Verfasser es nennt, „Von Gott und der Welt“, das diejenigen, welche es gelesen haben, regelmäßig zu einem fröhlichen Gespräch verführt, wenn einer auch nur den Titel erwähnt.

Julien Greens erstes Drama

Dieses Stück“, schreibt Julien Green im Vorwort zu seiner Tragödie „Süden“, die in München soeben ihre deutsche Erstaufführung hatte, „entstand in Reaktion auf eine Literatur von unterschiedlicher Qualität, deren Ursprünge auf das Jahr 1925 zurückgehen und die in meinen Augen ein ernstes und edles Thema herabwürdigte, in dem sie es fast ganz auf die Ebene der Sinnlichkeit stellte.

Mythen von Mirò

In der „Kronenhalle“ in Zürich, dem altmodischeleganten Stammlokal prominenter Feinschmecker mit einer vorzüglichen Sammlung moderner Malerei, hängt ein großes Ölbild von Joan Miró: das „Stilleben mit Kaninchen“ von 1920.

Denken und Dichten sind verschieden

Alle, denen das lyrische Werk Rudolf Hagelstanges am Herzen liegt, werden sein neues, bei R. Piper & Co. (München) erschienenes Prosabuch Es steht in unserer Macht – Gedachtes und Erlebtes – willkommen heißen, weil es in seiner persönlichen Sicht manches Wesentliche über den Autor selbst aussagt.

Indianerlieder

Diese Gedichte der Indianer Nordamerikas entnahmen wir den „Konturen – Blätter für junge Dichtung“; das ist eine kleine literarische Zeitschrift, die von Hans Bender herausgegeben wird.

Wer dem Himmel gehorcht, wird leben

Oglaubt einem Chinesen, glaubt ihm aufs Wort, glaubt ihm jedes Wort, doch –: nehmt ihn nicht wörtlich! Ein junger Chinese, der in Amerika studierte, wollte sich bei seinem Professor wegen seiner Unwissenheit entschuldigen.

Rheinland-Pfalz: Der Wind vom Rhein

Mit kernigen Aussprüchen war der kleine „Staatsbesuch“ Peter Altmeiers in Düsseldorf gespickt; Altmeier, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, versicherte seinem Kollegen in Nordrhein-Westfalen, Karl Arnold, er sei ebenso wie Arnold davon überzeugt, daß gerade die Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Westen der Bundesrepublik aus Volkstum und Geschichte einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des Staates zu leisten hätten.

Bodensee: Der Kaffeezug

Gibt es etwas Heiligeres als die Grenze? Millionen Menschen sind um nichts anderes als um sie gestorben. Dennoch haben wir jetzt am Bodensee einen Zug, der dieses Tabus spottet: Jeder kann in Lindau an einen Schalter gehn und eine Karte für ihn lösen, der ein oder zweimal im Monat geht.

Niedersachsen: Zweihunderttausend

Die Kriegerwitwe Hedwig Gödicke in dem kleinen Dorf Linden bei Wolfenbüttel, hart an der Zonengrenze, hat am Donnerstag von Sozialminister Albertz eine Wohnung bekommen.

Hessen: Waffenstillstand im Sextenkrieg

Die in den letzten vier Jahren von den hessischen Kultusministern Dr. Stein (CDU) und Ludwig Metzger (SPD) jeweils einige Monate vor Ostern verkündeten „Sextaner-Erlasse“ hatten zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Schulbehörde und Elternschaft geführt.

Bremen: Hans Winterhalters gute Tat

In der traditionsreichen Geschichte des Bremer Schulwesens und besonders in der Entwicklung des Schullandheimes im Bundesland Bremen wird in diesen Tagen ein neuer Name von vielen Lehrern und von 40 000 Eltern dankbar vermerkt: Hans Winterhalter.

Brandenburg: Garnison Potsdam

Potsdam... ist nicht mehr Sanssouci, das Neue Palais, die historische, Mühle und ein Schuß Voltaire. Aber Potsdam ist auch nicht mehr: die in ihre Uniformen hineingeborenen Leutnants, Majore, Obristen, die Generale, Garde du corps.

Ein Wirtschaftsthema für die Frau:: Höhere Kaffee-Strategie

Die Hiobsmeldungen, die schon vor Wochen von notwendig werdenden Kaffeeverteuerungen sprachen, sind jetzt bestätigt worden: nachdem bereits in der Vorwoche die Endverbraucherpreise für Röstkaffee in den meisten Städten des Bundesgebietes um etwa 80 Pf bis 1 DM je Pfund angezogen haben, sind und werden nun auch in den ersten Februartagen die Kaffeestädte Hamburg und Bremen mit Umgebung folgen.

Klöckners „Walztraum“

Es ist mehr als zwei Jahre her, da flüsterte das Revier erstmalig von einem gewaltigen Klöckner-Projekt, dem Neubau eines Stahl- und Walzwerkes mitten auf der grünen Wiese im Raum von Wesel.

„Freihafen“ München

Daß Innsbruck in der Nähe von Bad Hall eine zollfreie Zone einrichten möchte, um den internationalen Handel anzuziehen, ist ein alter Plan: schon 1951 war auf der Innsbrucker Messe ein Modell zu sehen.

Schrittweise vorgehen!

In der guten alten Zeit hat der Getreidezoll genügt um die heimische Landwirtschaft vor der Konkurrenz des von Übersee kommenden Getreides „abzuschirmen“.

Reusch-Prognose

Es ist Tradition, daß der Generaldirektor der Gutehoffnungshütte, Dr. Hermann Reusch, bemerkenswerte wirtschaftspolitische Ausführungen bei Vorlage der Jahresbilanzen macht.

Gold kommt in Bewegung

Es hätte wohl nicht erst des Zustroms von sowjetrussischem Gold bedurft, um den freien Goldpreis in die Nähe des „Pari“-Standes von 35 US-Cents je Unze zu bringen.

Weitgespannte Kapitalpolitik

Jede turnusmäßige Sitzung des Zentralbankrats kann eine Diskontsenkung bringen. Schon vor der letzten Sitzung am 20. Januar liefen Gerüchte um, daß man den Diskontsatz von 3 1/2 v.

Kanalbau „unter Beschuß“

Das Bauprojekt der Rhein-Main-Donau-Großschiffahrtsstraße ist gefährdet. Nachdem die RMD-Gesellschaft im vergangenen Jahr statt der jährlich vorgesehenen 12 Mill.

Magere Notenbankgewinne

Noch im vergangenen Jahre haben die großen Gewinne der Bank deutscher Länder die Phantasie der Öffentlichkeit, vor allem die einer ganzen Reihe von Parlamentariern, lebhaft beschäftigt.

Meinungspflege rentiert sich

Im Auditorium sitzen Beamte des Kultusministeriums, am Pult steht das Vorstandsmitglied einer Versicherungsgesellschaft – eine auf den ersten Blick ein wenig seltsam anmutende Konstellation.

„Schädliche“ Geigen...

Ein deutscher Ausfuhrhändler erhält einen Exportauftrag für eine Arbeitsmaschine mit dem entsprechenden Antriebsmotor oder für eine – im einzelnen genau aufgeführte – maschinelle Einrichtung einer Fabrik oder für eine einzelne Maschine mit dem nötigen Zubehör.

Neuerscheinungen für die Wirtschaft

Mannesmannrohre für das Ölfeld. Die Deutschen Mannesmannröhren-Werke haben es sich zum Ziel gesetzt, die Werbung für ihre auf dem Ölfeld verwendeten Röhrenerzeugnisse mit der Herausgabe eines Handbuches zu verbinden, das dem Fachmann ein wertvolles Nachschlagewerk ist.

Liberalisier’ du zuerst...

Die Erhöhung der Einfuhrfreigaben von 50 auf zunächst 60 und sehr bald auf 75 v. H. ruft in der österreichischen Wirtschaft viel Streit hervor.

Gute Fundamente in Bochum

Mit seiner großen HV-Rede war der AR-Vorsitzer der Gußstahlwerk Bochumer Verein A G, Bochum, Dr. Heinrich Deist, wieder einmal mitten in seinem eigentlichen Element.

Schering-Hausse im Mittelpunkt

Die Nachricht, daß sich der Rechtsausschuß im USA-Senat für eine Freigabe der beschlagnahmten Feindvermögen ausgesprochen hat, überdeckte an den Börsen die Unsicherheit, die vermutlich von der Berliner Viererkonferenz ausgegangen ist.

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