Zahlenspiegel des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Berlin

Insgesamt nahm die industrielle Erzeugung im Bundesgebiet im vergangenen Jahre um rund 9 v. H. zu. Sie war also größer als 1952 (7 v. H.). Während jedoch in den vorangegangenen Jahren die Investitionsgüterindustrien den Verbrauchsgüterindustrien nicht unerheblich vorauseilten, hat sich 1953 die Bewegungsrichtung verändert: die Investitionsgüterindustrien konnten 1953 ihre Produktion nur um 3 v. H. steigern; dagegen betrug das Wachstum der Erzeugung in den Verbrauchsgüterindustrien sowie den Nahrungs- und Genußmittelindustrien über 15 v. H. Diese Zunahme wurde nur durch den Bau übertroffen, der einen Stand von 21 v. H. über dem Vorjahrsniveau zu verzeichnen hatte. Die Besserung der Wirtschaftslage in 1953 spiegelt sich auch in der Zunahme der Beschäftigten wider. Insgesamt lag die Zahl der Beschäftigten im Dezember 1953 um über 650 000 über dem Stand von 1952. – Die Federal Reserve-Bank veröffentlicht soeben für die USA einen neuen saisonbereinigten Produktionsindex auf neuer Basis (Durchschnitt 1947 bis 1949). Der Vermeidbarkeit wegen sind im Zahlenspiegel der alte und neue Index – beide auf 1938 umbasiert – nebeneinandergestellt. – Der im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung berechnete industrielle Welt-Produktions-Index erfordert infolge des hohen Gewichts der USA ebenfalls eine neue Berechnung.