In den letzten Jahren hat Willy H. Schlieker neben seinem ausgedehnten innerdeutschen und internationalen Montanhandel eine bemerkenswerte industrielle Betätigung ausgeübt. Er erwarb die Ottensener Eisenwerke AG, Hamburg-Ottensen, deren Umsatz er im letzten Jahr von rund 13 auf 25,3 Mill. DM verdoppelte, zog einen Reedereibetrieb mit zur Zeit drei Überseeschiffen auf, kaufte in Langenberg ein Bandstahlwerk und errichtete in Neviges eine Produktionsstätte für Elektro- und Qualitätsbleche „auf der grünen Wiese“. Der Umsatz der Schlieker-Gruppe stellte sich 1953 auf 210 Mill. DM, davon 160 Mill. Handelsumsatz, 45 Mill. DM Industrieumsatz und 5 Mill. DM Reedereiumsatz.

Die Firma Walzwerk Neviges Willy H. Schlieker & Co dürfte nach Durchführung der noch laufenden Erweiterungen bei den heutigen Qualitätsblech-Preisen auf einen Jahresumsatz von 50 Mill. DM kommen. Zur Zeit werden hier monatlich bei einem deutschen Gesamtbedarf von 6500 t Dynamoblechen 1000 t hergestellt, ferner 1500 t Qualitätsbleche. Das Produktionsziel in Neviges sieht monatlich 2000 t Dynamobleche, 500 bis 1000 t Transformatorenbleche und 1500 bis 2500 t Qualitätsbleche vor. Der gegenwärtige deutsche Preis für Handelsfeinbleche liegt bei 500 DM je t, für Dynamobleche bei 570 bis 1000 DM und für Transformatorenbleche, die ebenfalls seit kurzem in Neviges mit höchsten Gütegraden hergestellt werden, 1400 DM je t. R.