Jeder Dichter hat einen toten Kameraden, den er fortsetzt. Es gibt keine strengere Genealogie als in der Kunst; diese Stammbäume mit den doppelten Wurzeln in der Erde und in den Sternen zeigen die Treue, die Dichtigkeit eines idealen Geschlechts, das es sonst nicht gibt. Sie wirken wie die Vorsehung selbst, die die Natur ist. Die Philologen, die einen Dichter vom andern abzapfen, ahnen undeutlich das Wunder.

Künstler ist, wer die Welt immer neu sieht, wie zum erstenmal, und der es vermag, daß auch andre sie so sehn.

Die Menschen können einander nicht in Ruhe lassen. Sie verlangen in hundert Formen Gewalt übereinander.

Leider braucht eine Lüge nur kollektiv zu werden, um sogleich für eine Wahrheit zu gelten, unter deren Gesetz sich ganze Völker geschlossen stellen.

Der Krieg ist die Selbstverbrennung einer Epoche. Einmal wird von ihm nur Asche übrig sein. Die Menschen, tödlich erschöpft, könnten zu Boden sinken und nicht einmal die Kraft haben, die müdgewürgten Hände zu heben.

Jeder lebt gegen sich, gegen seine Art, der nicht zugleich für die Mitmenschen lebt.

Was ihr auch tut, seid gütig und froh. Das ist der einzige Anfang, das alleinige Tor das hinausführt, der eine Weg, auf dem Menschen miteinander gehen können, ohne einander zu erwürgen und zu berauben.