Höhere Dividende bei RWE zu erwarten. Die Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerke AG (RWE), Essen, teilte in einem Börsenprospekt über die Zulassung von 68 Mill. DM 6 1/2 bzw. 5 1/2 %ige Teilschuldverschreibungen von 1949 u.a. mit, daß die im Geschäftsjahr 1952/53 (30. 6.) nutzbar abgegebenen Kilowattstunden mit fast 13,5 Mrd. kWh um mehr als 13 v. H. über dem Vorjahr gelegen haben. Außer der bereits in Betrieb befindlichen Vorschaltanlage des Goldenberg-Werkes in Knapsack werden insbesondere die mit den neuesten technischen Errungenschaften ausgerüsteten und Ende 1954 bzw. Anfang 1955 in Betrieb kommenden Braunkohlen-Kraftwerke in Weisweiler und in Frimmersdorf mit einer zusätzlichen Leistung von 550 000 kW die Gewähr dafür geben, daß das RWE auch in Zukunft den wachsenden Anforderungen in der Stromversorgung gerecht wird. Die Anzahl der ständig in den Betrieben des RWE Beschäftigten betrug Ende August 1953 rd. 11 300 Angestellte und Arbeiter. In Börsenkreisen hält man für das Geschäftsjahr 1952/53 eine Dividende von 7 v. H. nicht für ausgeschlossen.

Entwicklung der Viag. Die Entwicklung der Vereinigte Industrie-Unternehmungen Aktiengesellschaft, Bonn, im Geschäftsjahr 1953/54 nahm bisher einen befriedigenden Verlauf. Die der Energiewirtschaft angehörenden Beteiligungsgesellschaften konnten trotz des einschneidenden Rückganges der Wasserenergiedarbietung im zweiten Halbjahr 1953 den an sie gestellten Anforderungen voll nachkommen und den gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Energiebedarf ohne Einschränkungen decken. Zum Ausgleich des Wasserenergieausfalles trugen wesentlich die in 1953 fertiggestellten neuen Kraftwerkseinheiten bei. Die anhaltende Trockenheit im zweiten Halbjahr wirkte sich auf die stromintensiven Produktionsgesellschaften ungünstig aus. Durch Bezug von Aushilfsstrom gelang es jedoch, Produktionseinschränkungen in größerem Umfang zu vermeiden und die Erzeugung gegenüber dem Vorjahr teilweise noch zu steigern. In dem sich ständig verschärfenden Wettbewerb konnten sich die Gesellschaften dank der schon in den Vorjahren eingeleiteten Modernisierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen gut behaupten. Die wirtschaftlichen Leistungen und finanziellen Ergebnisse der bedeutendsten Beteiligungsgesellschaften lassen auch, für 1953/54 Gewinnausschüttungen erwarten, die eine angemessene Verzinsung des Kapitals ermöglichen. Die HV der Viag (eine Holding-Gesellschaft, deren 200 Mill. DM betragendes AK sich ganz im Besitz des Bundes befindet! beschloß, für das Geschäftsjahr 1952/53 (31. 3.) zum erstenmal seit Kriegsende eine Dividende von 3 v. H. zu verteilen. Der für 1952; 53 ausgewiesene Reingewinn, beträgt 4,12 Mill. DM; er erhöht sich um den Gewinnvortrag aus den Jahren seit der Währungsreform in Höhe von 2,27 Mill. DM auf 6,39 Mill. DM.

Die HV der Isarwerke AG, München, genehmigte den Abschluß für 1952 und beschloß, auf das AK von 7 Mill. DM eine Dividende von 4 v. H. auszuschütten. Eine Kapitalerhöhung von 30 Mill. DM wurde inzwischen durchgeführt. Die Wasserkrafterzeugung der Gesellschaft ist in den letzten drei Jahren im Durchschnitt ziemlich konstant geblieben, doch wurden zum Ausgleich der Schwankungen Dampfkraftwerke eingesetzt, deren Kapazität im letzten Jahr stärker anstieg als der Stromverbrauch. Dieser hat nach dem Kriege ständig zugenommen und 1952 die doppelte Kraftleistung wie in den Vorjahren erforderlich gemacht. Zur Sicherung ausreichender Reserven ist jedoch ein weiterer Ausbau der Dampfkraft erforderlich. Die Verwaltung hofft, wie Dir. Leininger mitteilte, bei Ausnutzung aller Rationalisierungsmöglichkeiten auf eine weitere günstige Entwicklung des Unternehmens.