Die zum Interessenbereich der Gutehoffnungshütte (Beteiligung rund 63 v. H.) gehörende Maschinenfabrik Augsburg - Nürnberg AG., Augsburg, hielt am 16. Februar ihre HV ab und beschloß die Ausschüttung einer Dividende von 6 v. H. auf das Grundkapital von 40 Mill. DM. Das Unternehmen, dessen umfangreiches Produktionsprogramm den Bau von Dieselmotoren, Druckmaschinen, Lastwagen, Schleppern, Dampfanlagen, Kranen, Brücken und u. a. von Schleusentoren umfaßt, berichtet auch für 1952/53 (30.6.) über eine im allgemeinen befriedigende Ertragsgestaltung. Bei einigen Erzeugungsgruppen war die Auftrags- und Beschäftigungslage jedoch unzureichend. Die Fertigungskapazität des Schienenfahrzeugbaues war durch die bescheidenen Bundesbahnaufträge nur ungenügend ausgenutzt. Im Export konnte kein Ausgleich gefunden werden. Der Absatz von Ackerschleppern wurde empfindlich beeinträchtigt, dagegen konnte sich der bisher stark unterbeschäftigte Stahlbau wieder merkbar erholen.

Der Umsatz stieg im Wert von annähernd 350 Mill. auf über 400 Mill. DM. Dabei erreichten die Exportumsätze rund 180 Mill. DM (140 Mill.). Die erheblichen Investierungen von (alles in Mill.) 18,21 (14,43) wurden zu über 60 v. H. durch Abschreibungen von 11,97 (13,87) finanziert. In den fünf Geschäftsjahren seit der Währungsreform wurden damit 85,00 investiert, von denen 61,00 aus laufenden Betriebseinnahmen finanziert werden konnten. Die Zahl der Belegschaftsangehörigen blieb mit 20 038 (20 277) wenig verändert. Die freiwilligen sozialen Leistungen für die Belegschaft erreichten 9,00 (8,20), das sind 9,2 (8,6) v. H. der Löhne und Gehälter. Insgesamt erforderten Personalkosten 106,74 (103,56). Der Jahresertrag stieg von 138,08 auf 149,96. In außerordentlichen Aufwendungen von 3,20 (0,82) und außerordentlichen Erträgen von 0,62 (0,49) zeigen sich Gewährung und Rückfluß von steuerbegünstigten Darlehen. Die Steuerbelastung nahm auf 25,68 (17,65) zu. Für Zinsen mußten 0,50 (0,19) gezahlt werden. Der Gewinn wird mit 2,50(2,53) ausgewiesen und vermehrt sich durch den Vortrag auf 2,66 (2,56). Nach der Dividendenvergütung können 0,26 auf neue Rechnung übernommen werden.

Das Bilanzvolumen hat sich von 355,60 auf 414,74 ausgeweitet. Maßgeblich hierfür war die Zunahme des Umlaufvermögens auf 327,91 (274,75) bei einer Steigerung der Vorräte auf 210,68 (190,05). Die Anzahlungen hierauf nahmen auf 165,80 (126,53) zu. Auch die von der Firma geleisteten Anzahlungen stiegen auf. 19,77 (9,98), Der Geschäftsausweitung entsprechend zeigen auch Außenstände eine Erhöhung auf 45,17 (40,34) und Forderungen an Konzernunternehmen auf 3,11 (2,82), während Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen von 3,45 auf 1,02 zurückgegangen sind. Das Konto „Wertpapiere“ ist durch den Erwerb von Steuergutscheinen für Steuerverpflichtungen auf 16,18 (1,43) angewachsen. Auch flüssige Mittel sind auf 27,59 (26,35) gestiegen. Das Anlagevermögen von 86,06 (80,05) wird durch 40,00 Kapital und 39,20 Rücklagen einschl. Gewinnvortrag nicht gedeckt. Langfristige Verbindlichkeiten einschl. der Rückstellungen für soziale Verpflichtungen von 10,00 betragen 50,4 (51,5). Ohne die Anzahlungen der Kunden haben die übrigen Verbindlichkeiten einschl. der Rückstellungen für ungewisse Schulden von 93,6 auf 116,9 zugenommen. Die Vermögensabgabe wird mit 42,47 angegeben. G.