Wie Dir. Kelsch, NWK-Hamburg, in Aurich mitteilte, werden die NWK im Zuge der Verwirklichung des von der Bundesregierung und dem Lande Niedersachsen gefaßten Planes der wirtschaftlichen Entwicklung des Emslandes im Binnenhafen von Emden in der Nähe des Kohlenkais ein kombiniertes Torf- und Steinkohlenkraftwerk errichten. Die Baukosten des neuen Werkes, dessen elektrotechnische Ausrüstung von der Firma Siemens geliefert werden wird, sind mit 33 Mill. DM veranschlagt worden. Zunächst soll ein Turbosatz mit einer Leistung von 70 000 kW und ein Kessel mit einer Dampfleistung von 220 t/h aufgestellt werden. Die Turbine arbeitet mit einem Frischdampf von 125 at bei einer Temperatur von 520° C. Das Kraftwerk wird auf das 110 kV-Verbundnetz der Nordwestdeutschen Kraftwerke AG arbeiten. Hierzu ist noch erforderlich, daß eine 110 kV-Leitung von Emden nach Wiesmoor gebaut wird. Daneben wird unmittelbar das 60 kV-Netz im Gebiet von Emden bis Papenburg versorgt werden. Ein späterer 110 kV-Anschluß in Richtung Cloppenburg ist vorgesehen. Das Kraftwerk, das in seiner ersten Ausbaustufe eine Höchstleistung von 70 000 kW erreichen wird, muß zum Winter 1956/57 für die Stromabgabe zur Verfügung stehen.

Damit dürfte ein neuer Abschnitt in der Stromversorgung des Gebietes zwischen Weser und Ems, die 1909 aus Wiesmoor heraus mit Drehstrom ihren Anfang nahm, eingeleitet werden. Die Verteilung des Stromes bis in die entlegensten Dörfer hinein, von den ostfriesischen Inseln angefangen bis vor die Tore Bremens, ist im wesentlichen Aufgabe der Energieversorgung Weser-Ems AG geworden. 1912 wurde 5,6 Mill. kWh, 1953 fast 400 Mill. kWh in diesem Gebiet abgegeben? das sind Zahlen, die die große Entwicklung dieses Wirtschaftszweiges besonders deutlich machen. M.

HV der Phrix-Werke im April. Die Bemühungen der Arbeitsgemeinschaft der Schutz-Vereinigungen für Wertpapierbesitz e. V. (Düsseldorf) um die Einberufung einer a. o. HV der Phrix- A. G., Hamburg, führten nunmehr zum Erfolg. Die HV soll im April 1954 stattfinden. Auf ihr wird die vollständige Klarlegung über die Vorgänge bei Phrix in den letzten Jahren erfolgen. Die Arbeitsgemeinschaft der Schutz-Vereinigungen für Wertpapierbesitz wiederholt daher die Aufforderung an die Phrix-Aktionäre, ihren Aktienbesitz der Arbeitsgemeinschaft der Schutz-Vereinigungen in Düsseldorf (Cranachstr. 19) umgehend zu melden. Nach Eingang der Anmeldung wird sich die Arbeitsgemeinschaft mit den Aktienbesitzern in Verbindung setzen und die Unterlagen für die Vollmachterteilung übersenden.

Erstmals wieder Dividende bei Adlerwerke. Die AR der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer Aktiengesellschaft, Frankfurt/M., und der mit ihr in Organschaftsverhältnis stehenden Vereinigte Werkzeugmaschinenfabriken A. G. (VWF), Frankfurt/M., haben die Abschlüsse für die Geschäftsjahre 1952 und 1953 genehmigt. Nach Vornahme angemessener Abschreibungen und Rückstellungen sowie der Verrechnungen auf Grund des Organvertrages werden die Gesellschaften für 1952 ausgeglichene Bilanzen vorlegen. Für das Geschäftsjahr 1953 bleibt den Adlerwerken ein verfügbarer Reingewinn von rund 1 Mill. DM, worauf erstmals wieder 5 v. H. Dividende auf das 15 Mill. DM betragende AK der Adlerwerke vorgeschlagen werden soll.

Steinkohlenbergwerk Hannover-Hannibal Aktiengesellschaft gegründet. Im Zuge der weiteren Krupp-Entflechtung wurde die Steinkohlenbergwerk Hannover-Hannibal Aktiengesellschaft mit einem Grundkapital von 35 Mill. DM gegründet. Sitz der Gesellschaft ist Bochum-Hordel. Wie der Firmenname besagt, umfaßt die neue Gesellschaft die bisher zur Firma Friedr. Krupp in Essen gehörenden Zechen Hannover und Hannibal. Neben dem AK sind – insbesondere im Hinblick auf den Lastenausgleich – hohe Rücklagen von 39,59 Mill. DM geschaffen worden, wovon 3,5 Mill. DM der ges. Rücklage und 36,09 Mill. DM den „anderen Rücklagen“ zugeführt wurden. Der AR besteht von Aktionärsseite aus: Bankdir. Carl Goetz, Margarethenhöhe über Königswinter; Bergwerksdir. a. D. Carl Fromme, Bochum, Landesgerichtspräs. i. R. Paul Heermann, Essen; Prof. Dr. Heinz Bürkle de la Camp, Bochum; Dir. Dr.-Ing. Helmuth Weittenhiller, Essen; von Arbeitnehmerseite: Albert Biermann, Bochum? Albert Klasen, Wanne-Eickel; Prof. Dr. Bruno Gleitze, Berlin; Heinrich Wallbruch, Witten-Annen; Bankdir. Fritz Pauly, Bochum. Als elfter Mann wurde Dr. Johann Zimmermann, Essen, bestellt. Vors. des AR ist Dr.-Ing. Weittenhiller, stv. Vors. Prof. Bruno Gleitze. Zu Vorstandsmitgliedern wurden bestellt: Bergass. a. D. Fritz Lange, Bochum (techn. Vorstandsmitglied) Dipl.-Volkswirt Dr. jur. Alfons Althaus, Essen (kfm. Vorstandsmitglied) Revieroberinsp. a. D. Walter Heinig, Gelsenkirchen (Arbeitsdirektor).

Neuer AR bei Deutsche Philips GmbH. Der gem. Betriebsverfassungsgesetz neugewählte AR der Deutsche Philips GmbH, Hamburg, besteht aus: Dr. Harald Mandt (Vors. des Vorstandes der Albingia Vers. AG), Hamburg, als Vorsitzenden RA Dr. Ernst Framheim, Hamburg, als Stellv. ferner: E. A. Mootz und J. de Smidt (Alldephi Verwaltung GmbH), Hamburg Vertreter der Arbeitnehmer sind: C. Röckendorf (Keramische Werke Hamburg-Langenhorn) und H.-J. Gouders (Glühlampenwerk Aachen).

Die Allgemeine Rentenanstalt Lebens- und Rentenversicherungs-AG. Stuttgart erzielte 1953 einen Antragszugang von über 70 Mill. DM, d. s. 24 v. H. mehr als im Vorjahr. Der Versicherungsbestand hat Ende Januar 1954 die 300-Mill.-DM-Grenze überschritten. Die Prämieneinnahmen betrugen 1953 über. 13 Mill. DM, an Versicherungsleistungen wurden rund 4 1/2 Mill. DM ausgezahlt. Die laufende Zahlung von Gewinnanteilen an die Versicherten wird in diesem Jahr wieder aufgenommen werden.