Erfolgreicher Rückzug

Zu der durch die Vietminh-Offensive kritisch gewordenen Lage der französischen Unionstruppen in Indochina brachte die bekannte französische Tageszeitung L’Est Republicain die folgende verblüffende Schlagzeile: „Völlig verwirrt durch die Schnelligkeit des französischen Rückzuges treten die Vietminh von Luang Prabang auf der Stelle.“

Aufforderung zum Tanz

„Wenn ein ganzes Volk sich erhebt, um seine Unterdrücker abzuwerfen“, so heißt es in der kommunistischen Sowjetzonenzeitung Neuer Tag, „bleibt zumeist unbeachtet, was die einfachen Menschen des Volkes für ihre Befreiung vom Joch fremder Eroberer oder eigener vaterlandsfremder Volksverräter leisteten.“ Darum sei es gut, wenn sich die Werktätigen einmal vom Chronisten berichten ließen, was die Menschen aus dem Volke, die 1813 bis 1815 Deutschland vom Joch Napoleons befreiten, auf sich nahmen. Der Neue Tag zitiert dann alte Akten des Stadtarchivs von Beeskow, die den Beginn der Befreiungskriege beschreiben: „... dann kam die Überführung in den Landsturm ... Waffen sind: Gewehre aller Art, Piken, Spieße, Heugabeln, Morgensterne, Säbel, Sensen und so weiter... Alle männlichen Personen zwischen 15 und 60 Jahren treten ein.“ Zum Schluß enthüllt das Blatt, daß mit den Unterdrückern nicht Pieck und Ulbricht gemeint sind, wenn es schreibt: „Lernen wir aus dieser Epoche der deutschen Geschichte die Schlußfolgerung für die Gegenwart zu ziehen. Einheit und Freiheit des deutschen Volkes zu erkämpfen, dazu gehört vor allem auch der Kampf zur Beseitigung der militaristischen und chauvinistischen Hetzer vom Schlage Adenauers, Kesselrings und anderer.“

Churchill hat Zeit

Churchill sei noch nicht bereit zuzugeben, daß die Berliner Konferenz ein völliger Fehlschlag gewesen sei, berichtet der politische Korrespondent des Londoner Wochenblattes Observer. Der 79jährige Premier, so heißt es da, gebe zwar zu, daß eine Konferenz der Staatsoberhäupter im Augenblick nicht praktisch sei, er glaube aber, „irgendwann unter seiner Präsidentschaft – sagen wir innerhalb der nächsten 20 oder 30 Jahre – könnte die Gelegenheit dazu wiederkommen.“

Grenzen der Freundschaft