DIE ZEIT

Der amerikanische Nationalismus

Der folgende Brief des bekannten amerikanischen Journalisten Felix Morley an „Die Zeit“ gibt ein Bild der amerikanischen Außenpolitik, so wie man sie im Lande selbst sieht.

FORUM DER ZEIT

Die Dringlichkeit der Frage des Nachwuchses für die leitenden Positionen der deutschen Wirtschaft hat die Redaktion der ZEIT veranlaßt, führende Persönlichkeiten der Wirtschaft und der Wissenschaft zu einer Diskussion über dieses Thema einzuladen.

Kallenbach war viel zu tüchtig

In Bayern gibt es eine Staatsaffäre, die man getrost als in vieler Hinsicht typisch für eine unerfreuliche Entwicklung in der ganzen Bundesrepublik bezeichnen kann.

Washington zum Eingreifen bereit

Die VII. Flotte der amerikanischen Marine ist im südchinesischen Meer aufgetaucht. Sie kreuzt südlich von Formosa zwischen den Philippinen und der Ostküste Indochinas.

Was sonst noch geschah

Vor dem Verein der ausländischen Presse in Berlin sprach der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Otto Dibelius, über die gegenwärtige Lage der evangelischen Kirche in der Sowjetzone.

ZEITSPIEGEL

„Die engen Wände des Hauses drosseln die Geburten, der Wille zum Kinde kann in ihnen nicht realisiert werden“, sagte Minister Würmeling in Hamburg.

Ministerpräsident Altmeier

Einen Steinwurf weit von der unter dem Namen „Deutsches Eck“ bekannten Landspitze, die aus den Ufern des Rheines und der Mosel bei ihrem Zusammenfluß gebildet wird, steht die Kirche St.

Segen der Atom-Zertrümmerung

Das Tagebuch der Brüder Goncourt enthält unter dem 7. April 1869 eine Eintragung über führende Wissenschaftler, die vorausgesagt hatten, daß in hundert Jahren „der Mensch wissen werde, woraus ein Atom sich zusammensetzt“, und daß er dann „in der Lage sein werde, im Wettbewerb mit Gott Leben synthetisch zu schaffen.

Gefährdete Grenze zwischen Israel und Jordan

In Amman, Jordans Hauptstadt zwischen den kahlen, steinigen Bergen, verbreiten Nachrichten sich schnell. General Glubb Pascha, der Chef der Arab Legion, verließ vor Morgengrauen die Stadt in Richtung Jerusalem.

Schäffer kämpft weiter

Der Konflikt zwischen dem Bundesfinanzminister und den Ländern hat sich so ‚sehr zugespitzt, daß die Situation zunächst ausweglos erscheint: Der Bundesrat hat von der Schäfferschen Finanz- und Steuerreform im ersten Durchgang viel gestrichen, und der Bundesfinanzminister seinerseits bezeichnet den verbleibenden Torso als ein undurchführbares, weil unzulängliches Gesetzgebungswerk.

Was braucht Berlin wirklich?

In Berlin scheinen einige Politiker jeder Couleur die Nerven verloren zu haben“, – sagte der Berlin-Beauftragte der Bundesregierung, Dr.

Die Notwehr der freien Berufe

Rund 600 Mitglieder des „Bundesverbandes der freien Berufe“ trafen sich in Düsseldorf zu ihrem zweiten Bundeskongreß. Aus Bonn war Bundeskanzler Dr.

Barrabas

Es war ein sonderbarer Gedanke, daß dies die letzten. Tage sein sollten. Er wußte noch nicht, wann das Urteil vollstreckt würde.

Ein Prophet, Fridericus und Washington

Das deutsche Theater ist ein Teil des Welttheaters; Stimmen von draußen müssen also unser Ohr erreichen, zumal der Mangel an neuer deutscher Dramatik allmählich zu einer Substanzfrage unseres eigenen Bühnenbetriebes wird.

Die österliche Botschaft

Sie meint nicht das Neuwerden der Natur nach der Erstarrung des Winters; noch bildet sie den Ausdruck davon, daß das Leben, immerfort stirbt und wieder beginnt.

Beinahe ein Wunder

Die Jungen in unserem Dorf fürchteten die alte Bäuerin Barta mehr als den Teufel. Wenn sie im Sommer ein Äpfelchen aus ihrem Garten pflückten, erhob sie großes Geschrei und Lamentieren.

Die Menschen brauchen Trost

Vor einiger Zeit habe ich in einem deutschen Sender eine Woche lang jeden Morgen den Hörern ein paar aufmunternd-tröstliche Worte in den Tageslauf mitgegeben.

Walter Meckauer:: Der rote Schirm

Walter Meckauer kehrte im vorigen. Jahre aus der Emigration zurück, nachdem er für seinen chinesischen Roman „Die Sterne fallen herab“ den Literaturpreis des Verlages Langen-Füller erhalten hatte.

Du und der Duden

Fast sieht es so aus, als würde es nötig werden, die Zahl der Bundesministerien um ein weiteres zu vermehren. Denkschriften von Sprach- und Lehrei-vereinen, die eine Reform der deutschen Rechtschreibung „auf Bundesebene“ verlangen (wenn nicht gar für den gesamten deutschen Sprachraum), häufen sich, und wenn nicht bald ein Rechtschreibungsminister ernannt wird, ist zu befürchten, daß eines Tages in Hessen der „Zilinder“ und der „Rütmus“ eingeführt werden, während man in Schleswig-Holstein beim „Zylinder“ und beim „Rhythmus“ verbleibt.

Mein Sohn Tarzan

Ich habe meinen Sohn Tarzan genannt. Nach wem sollte ich ihn in unseren richtungslosen Tagen wohl sonst benennen, da wir doch keine Monarchen und Ritterkreuzträger mehr zum Aufblicken haben? Am Himmel unserer gleichmachenden Demokratie erlischt Stern auf Stern, und die Zahl der Vorbildlichen, die für andere durchs Feuer oder durch Blutlachen gehen, wird immer kleiner.

Film-Revolution ist noch im Gange

Die Revolution des Films steht vor der Tür, so stellte der vorjährige Internationale Filmkongreß in Düsseldorf fest. Wissenschaft und Technik hatten den Raum in Bild und Ton erobert (3-D-Verfahren).

Bewegte Form

Der Kasseler Kunstverein ist zu Gaste im obersten Stockwerk des Naturhistorischen Museums. Die Stadt ist grausam durch Bomben zerstört.

Preise, Preise ...

Wer kennt den letzten Preisträger des Literaturpreises der Stadt Eutin? Wer weiß, welches Werk zuletzt mit dem Romanpreis der Stadt Kettwig ausgezeichnet wurde? Welche Schriftsteller sind Inhaber des Friedrich-Gerstäcker-Preises für Jugendbücher oder des Balzac-Preises oder des Kunstpreises von Nordrhein-Westfalen (Gruppe Literatur) oder des Liliencron-Preises, Hamburg, oder des Kulturpreises der Stadt Karlsruhe oder des Literaturpreises der Stadt Überlingen.

Die Welt der neuen Dimensionen

Kant hat einmal von den Begriffsbildtmgen gesprochen, die dazu dienen, die Erscheinungen zu buchstabieren, um sie als Erfahrung lesen zu können.

Aber das Wort sagte ich nicht

Alan Paton hatte mit seinem ersten afrikanischen Roman – Denn sie sollen getröstet werden – einen großen Erfolg. So ist man nun gespannt auf sein zweites Buch Aber das Wort sagte ich nicht (bei Wolf gang Krüger in Hamburg, 10,80 DM).

Im Brennpunkt des Gesprächs:: Ein anderes Deutschland?

Ebenso, wie es den Amerikanern noch vor einer Generation grotesk vorkam, daß sie sterben sollten, weil irgendein Prinz auf dem Balkan einer Bombe zum Opfer fiel, so erscheint es heute den Europäern grotesk, daß sie zum Sterben befohlen werden könnten, weil ein junger Amerikaner im Tiefflug ein Kraftwerk am Yalu angegriffen hat.

Der „beste“ aller Revolutionäre...

Wäre der vielbemühte Satz, daß die besten Romane vom Leben selbst geschrieben werden, so wahr, wie er sich gibt, so würde der Roman als Kunstgattung vermutlich nicht existieren.

Mitgelesen: Zeitschriften-Premieren

Bücher stehen jenseits der Zeit; die Tageszeitungen anderseits sind innig in ihren rasenden Ablauf verflochten. Die Zeitschrift hingegen hat weder den Ewigkeitswert des Buches noch den Momentanwert der Zeitung; sie steht vielmehr in einem ganz deutlichen, in einem deutenden Verhältnis zur Zeit.

Das Unglück und die Gottesliebe

Im Exil ist 1943 die französische Jüdin Simone Weil gestorben. Simone Weil aber war nicht nur in einem äußeren Exil – sie selbst, wo immer sie sich aufgehalten hätte, war allein.

Appell an die Universitäten

Es ist hier versucht worden, das Gesamtproblem darzustellen, wie es sich aus dem Gespräch ergab. Es handelt sich dabei um das Bild vom Menschen, wie ihn die Wirtschaft für ihre führenden Positionen braucht.

Sachsen: Sowjetzonale Pharmazie

Die beiden pharmazeutischen Firmen Pharma VEB Arzneimittelwerk Dresden und Weiß & Co. K. G., Döbeln/Sachsen, Hersteller der Medikamente Vitaferro und Dehacodin haben die Produktion auf Anweisung des Sowjetzonen-Gesundheitsministeriums vorläufig einstellen müssen.

Ostfriesland: Plattdeutsch

Die Landkreise des Regierungsbezirkes Aurich sowie die kreisfreie Stadt Emden haben seit Jahrhunderten in der „Ostfriesischen Landschaftein eigenes Parlament, das Hüterin der friesischen Überlieferung sein soll.

Niedersachasen: Wie groß ist denn dein Fähnchen?

Landesvater Hinrich Kopf hat zur Kennzeichnung seines besonderen Funktionsbereiches als Ministerpräsident für seinen Dienstwagen schon vor Weihnachten eine quadratische schwarz-rot umränderte goldfarbene Flagge mit dem Landeswappen in der Größe von 28 × 28 angeordnet.

Baden-Württemberg: Autobahnbau

In die oft recht hitzigen Debatten um den Ausbau der Autobahnstrecke Karlsruhe–Basel ist ein neuer Ton gekommen. Der Bundesverkehrsminister hat in einem Brief an den Freiburger Oberbürgermeister „in Aussicht gestellt“, daß der Teilabschnitt Offenburg–Basel bei den nächsten Verhandlungen über die weitere Finanzierung des Ausbaues der Autobahn in die Dringlichkeitsstufe I hereingenommen werde.

Bayern: Der Blick fürs Echte

Martin Porkay, Ungar und Kunstkenner von Beruf, der jetzt nach München kam, hat Freude an Bildern, und er hat, so scheint es, einen ungewöhnlichen Blick für das Echte.

Mecklenburg: Kindergärtnerin

Vom Prunk der mecklenburgischen Großherzöge ist im 1543 erbauten Schweriner Schloß nichts mehr zu spüren, seitdem hier die Ausbildungsstätte für „Kindergärtnerinnen neuen Typus“ existiert.

Schleswig-Holstein: Die letzte Brücke

Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat eine Bitte der Gemeinde Heiligenstedten abgelehnt, deren Erfüllung, den Heiligenstedtern das Recht zugestanden hätte, den Autofahrern, die ihre Brücke über die Stör passieren, Zoll abzunehmen.

Polnische Besatzungszope:: Vorsicht mit Paketen!

Die Warschauer Regierung hat, um den Versand von Geschenkpaketen aus dem westlichen Ausland und der Bundesrepublik nach Polen und den deutschen Ostgebieten abzudrosseln, vor kurzem neue erhöhte Zolltarife verkündet.

Justizirrtum vermieden...

Wie ist es möglich, daß jemand, der des Mordes an seinem Kind angeklagt wurde, auf Antrag des Staatsanwaltes freigesprochen wird? Diese Frage stellt sich jeder, der überrascht vom Ausgang eines dramatischen Prozesses vor dem Schwurgericht in Bremen erfuhr, in dem Landesgerichtsdirektor Dr.

Föderalismus

Der Bundesfinanzminister hat Sorgen um seinen Bundesanteil. Nordrhein-Westfalen will nicht so, wie Schäffer möchte. Weder will es 42 v.

Lustloser Interzonenhandel

Nach den optimistischen Auslassungen, die ein paar Wochen lang an die Mitte Dezember des vergangenen Jahres vereinbarten Warenlisten für den Interzonenhandel in 1954 geknüpft wurden, hat sehr bald wieder eine skeptische Beurteilung Platz gegriffen.

Zuversicht im Revier

Die allgemeine Frühjahrsbelebung in der deutschen Wirtschaft, die ihren auffälligen statistischen Niederschlag in dem kräftigen März-Rutsch der Arbeitslosenzahl um rund 615 000 fand, hat, sich auch auf die westdeutsche Stahlproduktion ausgedehnt.

Der Unternehmer hat jetzt eine Chance

Von einer sozialen Verständigung im tieferen und eigentlichen Sinne sind wir noch ein gutes Stück entfernt. Es scheint aber doch so, daß wir diesem Ziel langsam näher rücken.

Höhere Pflichtgrenzen der Arbeitslosenversicherung?

In dem Bestreben, die (ohnedies beträchtlichen) finanziellen Reserven der Arbeitslosenversicherung noch mehr zu vergrößern und zusätzliche Mittel für Notstandsarbeiten, für die produktive Erwerbslosenfürsorge und für weitere (in ihrer Auswirkung immer problematischer werdende) Sonderaktionen zu gewinnen, hat Präsident Scheuble von der Nürnberger „Bundesanstalt“ den Vorschlag gestartet, die Pflichtgrenze in der Arbeitslosenversicherung zu erhöhen: nämlich von bisher 750 DM Monatseinkommen auf 1000 DM.

Werbung – wieder ein zentraler Faktor

Die „Kleinholzhausener Werbefachgespriche“, die seit 1952 auf Initiative des Werbeberaters Johannes Pipping, des Leiters der Forschungs- und Werbestelle der deutschen Tapeten Industrie, der Wellpappenindustrie und der Arbeitsgemeinschaft organisationsgebundener Landpresse, regelmäßig in Kleinholzhausen bei Rosenheim abgehalten werden, standen diesmal ganz unter dem Zeichen des Käufermarktes.

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