Der Edeka Verband Deutscher kaufmännischer Genossenschaften hält vom 23. bis 27. Juni in München seinen 47. Verbandstag ab. Gleichzeitig finden auch die Generalversammlungen der Zentralgenossenschaften, der Edeka Zentrale eGmbH, der Edeka Import eGmbH und der Edekabank eGmbH statt. Von den gewerblichen Genossenschaften, die auf dem Prinzip der Selbsthilfe zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit geschaffen wurden und 570 Handelsgenossenschaften umfassen, stellt die Edeka, die besonders die Freiwilligkeit ihrer Einkaufstätigkeit betont, den größten Verband dar. Für die Leistungen sprechen die Umsatzzahlen von 1952 (mit jenen von 1953 hält man noch bis zu Beginn des Verbandstages hinter dem Berg): so erzielten die Zentralgenossenschaften einen Umsatz von 530 Mill. DM, die 230 Genossenschaften einen solchen von 800 Mill. DM und die 31 000 Edeka-Kaufleute einen Umsatz von 2,5 Mrd. DM. Letztere sind in der Zwischenzeit auf 32 000 angewachsen; die stärkste Verbandsgruppe mit 7500 Edeka-Kaufleuten stellt Bayern.

Auf einer Pressekonferenz in München nahmen die Edeka-Vertreter auch zu aktuellen Fragen Stellung. Sie befürworten eine Berufsordnung für den Handel und bedauerten, daß vom Bundesrat Mittel zur Förderung der Handelsausbildung abgelehnt worden seien. Während gegen die Ausweitung des Zugabewesens Stellung genommen wurde, überläßt man die Entscheidung, ob Rabatt oder nicht, aus regionalen und individuellen Rücksichten dem einzelnen Edeka-Kaufmann selbst. t. r.