Der Geschäftsbericht der Esso Aktiengesellschaft, Hamburg, für 1953 läßt eine weitere Aufwärtsentwicklung dieses führenden Mineralölunternehmens erkennen. Als wichtigstes Ergebnis im Berichtsjahr wird der in einer Rekordzeit von 16 Monaten planmäßig durchgeführte Ausbau der Esso-Raffinerie in Harburg bezeichnet. Bei steigenden Umsätzen konnte der Marktanteil der Esso an der Versorgung mit Kraftstoffen trotz weiterer Wettbewerbsverschärfung dank der Verbesserung ihrer Erzeugnisse und den Bemühungen ihrer Verkaufsorganisation im Vergleich mit dem Vorjahr gehalten werden.

Die Investitionen der Esso beliefen sich in der Zeit von der Währungsreform bis Ende 1953 auf insgesamt 169 Mill. DM. Die Zahl ihrer Mitarbeiter hat sich bis Ende 1953 auf 4469 erhöht. Die freiwilligen Sozialaufwendungen erreichten 1953 mit 18,9 Mill. DM das Zehnfache der gesetzlichen Leistungen. Die gesamten sozialen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr auf weit mehr als das Doppelte des Vorjahres. – Die Umsatzsteigerung der Esso A.G. findet ihren finanziellen Niederschlag in einem gegenüber dem Vorjahr (Esso und Ebano Sur 1952 zusammengerechnet) um rd. 10 Mill. DM höher ausgewiesenen Rohüberschuß von 127,723 Mill. DM. Es verbleibt ein Reingewinn einschl. Vortrag von 8,921 Mill. DM (I. V. Esso 6,318 Mill. und Ebano 0,793 Mill. DM). Der HV wird vorgeschlagen, für 1953 eine Dividende von 2 Mill. DM zu erklären und 6,921 Mill. DM auf neue Rechnung vorzutragen. Im Vorjahr erklärte die Esso eine symbolische Dividende von 1,5 Mill. DM und trug 6,318 Mill. DM vor, während die Ebano den gesamten Reingewinn vortrug. E.

Der AR der Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG, Wuppertal-Elberfeld, hat den Abschluß für 1953 festgestellt. Die Verwaltung schlägt vor, für 1953 eine Dividende von 8 v. H. zu verteilen. Die Gesellschaft setzt damit die stetige Dividendenpolitik der vorangegangenen Jahre von 3 v. H. in 1950 über 5 v. H. in 1951 und 6 v. H. in 1952 fort. Das 91,5 Mill. DM betragende Grundkapital befindet sich überwiegend in Händen der Aku Algemeene Kunstzijde Unie NV, Arnhem (Holland). Der Umsatz von Glanzstoff betrug im Berichtsjahr 308 Mill. DM, gegenüber 269 Mill. DM in 1952; der ausgewiesene Jahresgewinn beläuft sich auf 7,23 (i. V. 5,61) Mill. DM

Brown, Boveri & Cie. hofft auf gleichbleibende Dividendenpolitik. Auf der HV der Brown, Boveri & Cie. AG, Mannheim – sie beschloß antragsgemäß 9 (i. V. 6) v. H. Dividende für 1953 auf 36 Mill. DM AK (vertreten nom. 32,78 Mill. DM Aktien) – sprach der Vorsitzende des Vorstandes der Gesellschaft, Dr. Hammerbacher, die Hoffnung aus, daß die bisherige Dividendenpolitik auch in den nächsten Jahren aufrechterhalten werden könne. Für den Sprung auf 9 v. H. sei in erster Linie die Ermäßigung der Körperschaftssteuer auf den ausgeschütteten Gewinn bestimmend gewesen. Im laufenden Geschäftsjahr entsprechen der Auftragseingang und der Umsatz den Erwartungen. Schließlich gab Dr. Hammerbacher der Hoffnung Ausdruck, daß es in letzter Stunde gelingen möge, den in Baden-Württemberg drohenden Arbeitskampf zu vermeiden, damit den Betrieben wie den Arbeitnehmern schwere wirtschaftliche Schäden erspart bleiben.

Der Bremer Vulkan, Schiffbau und Maschinenfabrik, Bremen-Vegesack, verfügt gegenwärtig über einen Auftragsbestand, der eine Beschäftigung bis zum Herbst 1955 sichert. Insgesamt befanden sich am 1. Januar d. J. 17 Schiffe mit zusammen 145 789 BRT in Auftrag. Abgeliefert wurden in der Berichtszeit 7 Schiffe mit zusammen 50 298 BRT gegenüber 7 Einheiten mit 56789 BRT in 1952. Der Wertanteil des Exports am geleisteten Umsatz wird von der Verwaltung mit 40 v. H. angegeben gegenüber 55 v. H. im Vorjahr. Der Reingewinn wird mit 0,60 (0,61) Mill. DM, zu dem noch der Gewinnvortrag von 0,03 (0,03) kommt, gegenüber dem Vorjahr fast unverändert ausgewiesen. Auf Beschluß der HV wird hieraus wieder eine Dividende von 6 v. H. auf das 10 Mill. DM betragende Grundkapital verteilt. Der stellv. AR-Vorsitzer, Bankdir. Robert Stuck, gab auf der HV der Hoffnung Ausdruck, daß auch für 1954 eine angemessene, vielleicht sogar verbesserte Dividende zur Verteilung kommt. Sp.