Erhöhte Erträge bei Stamag. Die Stahlindustrie und Maschinenbau AG Düsseldorf (Stamag) beruft als Nachfolgegesellschaft des Mannesmann-Konzerns für den 16. Juli eine ao und eine oHV nach Düsseldorf ein. Die Erträge stiegen gegenüber den Geschäftsjahr 1952 mit nur 8 Monaten von 2,7 auf 4,8 (alle Zahlen in Mill. DM), davon Rohüberschuß 1,5 gegen 0,8, Erträge aus Beteiligungen 0,8 gegen 0,6, Nettozinseinnahmen 1,4 gegen 1,3. Der Umsatz der Gesamtgruppe, deren Gesellschaften ein umfassendes Produktionsprogramm vom Schwermaschinenbau zu Stahlrohren, Sintermetallen und Verregnungsanlagen aufweisen, ist gegenüber dem Vorjahr um 14 v. H. zurückgegangen. Die Stamag unterbreitet ferner die Jahresberichte der Tochtergesellschaften, wie Maschinenfabrik Meer AG, M.-Gladbach, und Industriemaschinen GmbH, Düsseldorf. Sie ist gleichzeitig beteiligt an mehreren anderen Gesellschaften, wie Hahnsche Werke AG, Duisburg-Großenbaum, und Société des Usines à Tubes de la Sarre, Paris/Buss.

Steigende Förderung bei Consolidation. Die Consolidation Bergbau-Aktiengesellschaft Gelsenkirchen, die aus dem Mannesmann-Konzern hervorgegangen ist, zieht im Gegensatz zur Mannesmann AG das Geschäftsjahr noch nicht mit dem Kalenderjahr gleich, weil in das vierte Vierteljahr 1953 der Erwerb von 51 v. H. des Grundkapitals an den Essener Steinkohlenbergwerke AG von der Flick-Gruppe fiel und die Abwicklung dieses Geschäfts noch schwebt. Der Jahresbericht betrifft also das am 30. September abgeschlossene Geschäfts-, jahr 1952/53. Die Consolidation kann wie die Stamag die Dividende von 4 auf 5 v. H. erhöhen. Der Geschäftsbericht 1952 bezog sich allerdings nur auf 6 Monate. Die Kohlenförderung stieg gegenüber dem Vorjahr mit einem täglichen Durchschnitt von 6845 leicht an, liegt aber noch erheblich unter dem Vorkriegsstand von 8837 t. Der Anteil an der Ruhrförderung ging gegenüber der Vorkriegszeit von 2,1 auf 1,8 v. H. zurück. Die Schichtleistung unter Tage von 2055 Kilogramm auf 1577. Sie liegt aber noch um rund 5 v. H. über dem Ruhrdurchschnitt. Die Gesamtbelegschaft stieg gegenüber dem Vorjahr von 7551 auf 7879.

Conti-Gas setzt stetige Dividendenpolitik fort. Die Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft, Düsseldorf (früher Dessau), die im nächsten Jahr auf das 100jährige Bestehen zurückblickt, setzt mit dem Vorschlag (HV 2. Juli), für das Geschäftsjahr 1953 eine Dividende von 7 v. H. zu verteilen, die stetige Dividendenpolitik der vorangegangenen Jahre – 1952: 6, 1951: 5, 1950: 4 v. H. – fort. Der Umsatz lag 1953 mit rund 263 Mill. DM um etwa 4 v. H. über dem Vorjahr? davon entfallen 171 Mill. DM auf den Umsatz an die Elektroindustrie, rund 75 Mill. DM auf die Bergbaubetriebe und 17 Mill. DM auf die Energieversorgungsbetriebe innerhalb der Conti-Gas-Holding. 15 v. H. des Umsatzes der Elektroindustrie von Conti-Gas gingen in den Export.

Der AR der Felten und Guilleaume Carlswerk AG, Köln-Mülheim, genehmigte den Abschluß für 1953. Der HV am 21. Juli in Höhe von 4,72 (i. V. 3,88) Mill. DM eine auf 6 (i. V. 5) v H. erhöhte Dividende auf das 77,4 Mill DM betragende AK zu verteilen. Der Umsatz lag im Berichtsjahr nicht nur in der wird vorgeschlagen, aus dem Gewinn des Geschäftsjahres 1953 Menge, sondern trotz rückläufiger Preise auch im Wert über dem Vorjahr, und zwar im In- wie Auslandgeschäft. Die Tochtergesellschaften haben im allgemeinen zufriedenstellend gearbeitet. Für das laufende Geschäftsjahr wurden die Aussichten zuversichtlich beurteilt.

Die HV der Hag AG, Bremen, (früher Kaffee Hag) hat antragsgemäß beschlossen, für das Geschäftsjahr 1953 aus einem Reingewinn von 0,16 (0,12) Mill. DM eine Dividende von 5 v. H. auf 5,0 Mill. DM Stammaktien zu verteilen. Die Senkung der Verbrauchsteuer für Kaffee und die dadurch bedingte Ausweitung des Verbrauchs von Bohnenkaffee hat sich auf die Entwicklung des Geschäftes günstig ausgewirkt.