Die DeutscheLinoleum-Werke Aktiengesellschaft, Bietigheim/Württ., hat 1953 ihren Absatz angesichts der weiteren Zunahme der Bautätigkeit erneut erhöhen können. Der Mengen-Index in Linoleum wird für das vergangene Jahr auf der Basis von 100 in 1950 mit 160 nach 129 und bei Stragula mit 150 nach 133 angegeben. Nachdem die Stragula-Produktion bereits 1950 die Vorkriegsmenge überschritten hat, liegt nunmehr auch der Ausstoß der Linoleumerzeugnisse über dem letzten Friedensjahr. Auch im laufenden Jahr nahm der Umsatz zu. Das Fabrikationsprogramm, das neben Linoleum, Stragula und Lincrusta auch Plastik-Fliesen auf der Basis von Polyvinylchlorid umfaßt, wurde durch Hartfliesen auf Kunstharzgrundlage ergänzt. Die Preissenkung für Leinöl ermöglichte mehrfache Herabsetzungen der Verkaufspreise. Auch im Januar erfolgte nochmals eine Preissenkung.

Der Ertrag von 1,94 (1,58) Mill. DM ermöglicht eine Dividendenerhöhung von 8 auf 10 v. H. Den Unterstützungseinrichtungen wurden 2,26 (1,29) Mill. DM zugewiesen. Die Mengenausweitung führte zu einer Erhöhung des Rohüberschusses auf 38,09 (28,29) Mill. DM. Noch stärker ist die Steuerbelastung von 6,42 auf 11,59 Mill. DM gestiegen, zu denen der Lastenausgleich mit 0,77 (0,69) Mill. DM hinzukommt. Ein Teil der Investierungen von 7,36 (3,77) konnte durch Abschreibungen von 4,84 (2,90) Mill. DM finanziert werden. Im übrigen dienten die neu aufgelegten 6 Mill. DM 8prozentigen Obligationen von 1953 der weiteren Modernisierung und Rationalisierung. Die Bilanz zeichnet sich durch eine hohe Liquidität aus, da die Fremdmittel von rund 16 (9,7) Mill. DM durch das Bankguthaben von 14,41 (5,58) Mill. DM fast gedeckt werden. F. G.