Umsatzsteigerung durch Verkaufsförderung, Fließbandfertigung und Public Relations

N.M. – Die Fachpresse der Welt spricht oft von dem „Zwang zu, neuem unternehmerischem Denken“. In den Vereinigten Staaten sind es die hervorragenden Wirtschaftsblätter, wie „Fortune“, „DUN’s Review and Modern Industry“ und „Harvard Business Review“, die eine neue Management-Konzeption verkünden. Wortführer in Deutschland sind so brillante Wirtschaftspublizisten wie Herbert Groß, Volkmar. Muthesius und Hans Otto Wesemann.

Dieses von den namhaften Volkswirten eifrig befürwortete neue unternehmerische Denken strahlt nach drei Seiten aus: nach der Verkaufsseite, nach der Produktionsseite, nach der Öffentlichkeitsseite. Im Mittelpunkt der modernen Verkaufspolitik stehen der Branchenwettbewerb, die Weckung neuer Bedürfnisse durch eine einprägsame Werbung, die Erhöhung des Verkaufserlöses durch Schaffung neuer Produkte und Märkte und die Ausbildung des Verkäuferstabes.

In der Produktion hält das Fordsche Fließband seinen, Siegeszug. Hier bahnt sich aber schon eine neue Entwicklung an: die Automatisierung der Fabrik. Zu einem Angelpunkt des technischen Fortschritts wird die Lösung der menschlichen Beziehungen im Sinne einer betrieblichen Partnerschaft. Die moderne Unternehmensführung soll aber nicht mehr hinter den Kulissen, sondern vor den Augen der Öffentlichkeit abrollen. Es gilt also, die Interessen der Öffentlichkeit wahrzunehmen.

Diesem „Zwang zu neuem unternehmerischem Denken“ wird sich auf die Dauer die gesamte Wirtschaft nicht entziehen können. Unternehmer, die schon heute diese Grundsätze befolgen, erringen einen Vorsprung im Konkurrenzkampf. Ein Beweis dafür ist das Haus Kraft in Lindenberg im Allgäu.

Kraft hat einst die Käseherstellung revolutioniert. Als erstes Unternehmen setzte es bei der Käsebereitung die aus den Käsewannen ausgeschiedene Molke – die die wertvollen Bestandteile der Vollmilch, wie den Milchzucker, hochwertige Eiweißstoffe, Mineralsalze und Vitamine, enthält – später dem Käse wieder zu. Kraft hat aber auch vor Jahren in einem abenteuerlichen Alleingang den Käseverkauf revolutioniert, als er mit seinem „Velveta“ den ersten Markenartikel der deutschen Käsewirtschaft einführte.

Heute ist Kraft das modernste und größte Fließband-Käsewerk in Europa. Unter dem Motto: „Kunden sind Mitglieder der großen Kraft-Familie“ hat das Lindenberger Unternehmen eine leistungsfähige Verkaufsorganisation geschaffen, die auf einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den rund 4000 Großhändlern in der Bundesrepublik und in Westberlin fußt. Über Importeure und Vertreter gelangen die Kraft-Erzeugnisse nach zahlreichen Ländern Europas und nach Übersee. Die Kraft Käse-Werke sind eines der wenigen Unternehmen in Deutschland, die „Public Relations“ betreiben – und zwar mit Erfolg.