Die Felten & Guilleaume Carlswerk A G.“ Köln-Mülheim, die für 1953 eine auf 6 (i. V. 5) v. H. erhöhte Dividende vorschlägt, konnte für das im Zeichen der Mengenkonjunktur stehende Geschäftsjahr 1953 trotz rückläufiger Preise im Wert den Umsatz auf 140 Mill. DM erhöhen, gegenüber 127 Mill. DM im Vorjahr. Im Umsatz der gesamten Gruppe kommt dies noch stärker zum Ausdruck bei etwa gleicher mengenmäßiger Zunahme betrugen die Umsätze im Wert nur 461,6 Mill. DM, gegenüber 450,8 Mill. DM im Jahr zuvor. Trotz der Notwendigkeit, vorzudisponieren, konnten Verluste aus der rückläufigen Preisbewegung vermieden werden. Die Belebung der Inlandsumsätze erstreckte sich ziemlich gleichmäßig auf alle Erzeugnisse, mit Ausnahme der Schwachstromkabel. Hier wirkte die sehr zurückhaltende Investitionspolitik seitens der Deutschen Bundespost hemmend. Im übrigen waren die Fabriken laufend gut, gegen Jahresende voll beschäftigt. Allerdings ließen die Erlöse zum Teil zu wünschen übrig. Das Exportgeschäft konnte trotz der allgemein bekannten Schwierigkeiten im Berichtsjahr auf 33,5 Mill. DM (1. V. 30,0 Mill. DM) ausgeweitet werden. Insbesondere konnte das Exportgeschäft nach dem Nahen Osten und nach Übersee lebhafter gestaltet werden.

In den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres 1954 war der Auftragseingang nicht unerheblich höher als im Vorjahr. Wenn auch der laufend guten Beschäftigung die erzielten Erlöse nicht durchweg entsprechen, so werden doch die Aussichten für 1954 zuversichtlich beurteilt werden. In der gesamten F-&-G-Gruppe waren am Bilanzstichtag 17 110 (16 500) Personen beschäftigt, davon allein in den Mülheimer Betrieben 7593 (i. V. 7501). V.

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Weitere Absatzzunahme bei Kali-Chemie. In der HV der Kali-Chemie AG, Hannover – sie beschloß antragsgemäß 8 (i. V. 6) v. H. Dividende auf 35 Mill. DM AK zu verteilen –, teilte der Vorstand mit, daß der Umsatz im ersten Halbjahr 1954 nochmals um 22 v. H. gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres gestiegen ist. Die Hälfte der Wertzunahme entfällt auf das Exportgeschäft. Die seit der Währungsreform vorgenommenen Investitionen von rd. 58 Mill. DM haben sich nach Ansicht der Verwaltung gelohnt, so daß man hoffen könne, den Umsatz noch weiter zu erhöhen und neue Arbeitsgebiete zu erschließen Hinsichtlich der Abwicklung der Pfund-Anleihe des deutschen Kali-Syndikates sehe es so aus, als ob die neuerdings offenbar gewordenen und nicht nur formellen Schwierigkeiten noch längere Auseinandersetzungen auf Regierungsebene und auch gerichtliche Entscheidungen erfordern werden.

Der Versicherungsbestand der Leipziger Verein-Barmenia Lebensversicherung, Hamburg, erreichte im April 1954 mehr als 150 Mill. DM und hat sich damit gegenüber 1948 verdoppelt. Im Geschäftsjahr 1953, für das das Unternehmen jetzt den Abschluß vorlegt, erhöhte sich der Versicherungsbestand auf 143 Mill. DM gegenüber 128 Mill. DM Ende 1952. Davon entfallen auf die Großlebensversicherung 99 (85) Mill. DM und auf die Kleinlebensversicherung 44 (43) Mill. DM. Die Beitragseinnahmen sind entsprechend auf 8,5 (7,7) Mill. DM gestiegen. Die Versicherungsleistungen betrugen 3,1 (2,7) Mill. DM. Der 1953 erzielte Gesamtüberschuß von 1,5 (1,1) Mill. DM wurde satzungsgemäß der Gewinnrücklage der Versicherten zugeführt, die sich danach auf fast 7,0 Mill. DM stellt. Mit Beginn des Jahres 1954 wurden die laufenden Dividendenzahlungen wieder aufgenommen.

Der AR der Phoenix Gummiwerke A.G., Hamburg-Harburg, billigte in seiner Sitzung die vom Vorstand vorgelegte Jahresrechnung zum 31. Dezember 1953 und beschloß, der HV eine Dividende von 8 v. H. auf das AK von 20 Mill. DM vorzuschlagen. – Karl Lühn wurde zum stellv. Vorstandsmitglied ernannt. Generaldir. Otto A. Friedrich gab bekannt, daß das laufende Geschäftsjahr unter erheblicher Intensivierung des Wettbewerbs bisher eine günstige Umsatzentwicklung bei gesenkten Verbraucherpreisen gebracht habe. Trotz Versteifung des Kautschukmarktes und mancher anderer unübersichtlicher Entwicklungen verspreche 1954 ein befriedigendes Ergebnis. Sorge, bereite die zunehmende innere Verschuldung der deutschen Wirtschaft. Es sei zu hoffen, daß diese Entwicklung durch baldige Verabschiedung der Steuerreform und durch Herstellung gesünderer Kapitalmarktverhältnisse eine Wendung zum Besseren nehmen werde.

Die oHV der Rudolph Kapstadt AG, Hamburg, billigte die Bilanz für 1953, in der ein Gewinn von 5,018 ausgewiesen wird, der sich um den Vortrag auf 6,201 Mill. DM erhöht. Auf Vorschlag der Verwaltung kommt eine Dividende von 8 1/2 v. H. zur Ausschüttung; 2,7 Mill. DM wurden als Ertragsbeteiligung für die Belegschaft bereitgestellt. Wie der Vorstand mitteilte, lag der Einzelhandelsumsatz in den Geschäften in 1953 um 15,5 v. H. höher als im Vorjahr. Die Preisentwicklung war ausgeglichener, auf vielen Warengebieten jedoch weiter nachgehend. Im laufenden Geschäftsjahr ist der Umsatz bisher weiter gewachsen, allerdings bei steigendem Unkostenanteil. Dennoch glaubt die Geschäftsleitung, mit einem recht befriedigenden Verlauf rechnen zu dürfen.