Nicht immer entsprechen die Erfahrungen, die man in den deutschen Landen mit der Polizei machen kann, dem von ihr selbst ständig propagierten Wahlspruch: „Die Polizei: Dein Freund, und Helfer.“ Daß es die Polizei zum Glück aber auch versteht, ihrer manchmal negativ wirkenden Tätigkeit erfreuliche Pluspunkte hinzuzufügen, zeigte sich dieser Tage in Tübingen. Dort beanstandete (mit Recht) ein Polizist bei einem Radfahrer die fehlende Glühbirne in der Schlußbeleuchtung des Fahrrades, mit dem Ergebnis, daß der Ertappte zwei DM in die offene Hand des Staatsdieners legen mußte. Er erhielt sie aber – sozusagen am Tatort – zurück, als er den Ordnungshüter darauf aufmerksam machen konnte, daß die „amtliche“ Schlußbeleuchtung des Polizeirades ebenfalls nicht „vorschriftsmäßig“ war. – Offenbar liegt hier der seltene Fall einer amtlichen Einsicht vor, daß die Polizei für die „Untertanen“ und nicht etwa die „Untertanen“ für die Polizei da sind, eine Einsicht, die doch langsam allen Staatsdienern kommen müßte. Nicht nur im Interesse ihrer Steuerzahler... we.