75 Jahre Mix und Genest. Die Mix und Genest A.G., die im Mai zur Vereinfachung der Konzernverwaltung mit der Standard Elektrizitäts-Gesellschaft A.G. und der Süddeutschen Apparate-Fabrik G.m.b.H. verschmolzen worden ist, blickte am 1. Oktober auf ein 75jähriges Bestehen zurück. Am 1. 10. 1879 gründete Ing. Werner Genest zusammen mit dem Kaufmann Wilhelm Mix zur Produktion und zum Vertrieb von Haustelegrafie-Geräten inBerlin die offene Handelsgesellschaft "Mix und Genest", Telegraphenbauanstalt und Telegraphendrahtfabrik. Die Fernsprechtechnik verdankt der Firma wertvolle Impulse zu ihrer Weiterentwicklung. U. a. brachte die Firma 1921 ein eigenes Wählsystem für Ämter und Großnebenstellenanlagen heraus. In neuerer Zeit sind der Aufbau des Zentralfernsprechamtes Stuttgart einschl. der Städte-Wahlbeziehungen von Stuttgart nach Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main und Mannheim Leistungen der Jubiläumsfirma, die neben dem Fernsprechgebiet noch die Signaltechnik sowie die Rohrpost und Fördertechnik pflegt. Seit 1948 ist Stuttgart der Sitz der Geschäftsleitung, nachdem das Berliner Stammhaus 1943 durch Bombenschaden schwer beschädigt und anschließend völlig demontiert worden war. Heute beschäftigt die Firma in ihren Werken in Stuttgart-Zuffenhausen, Berlin und Essen sowie in ihren technischen Büros rund 6500 Personen.

AR-Änderungen bei der Mannesmann-Gruppe. Die Firmen der Mannesmann-Gruppe teilen mit, daß nach erfolgter handelsgerichtlichen Eintragung nunmehr die Änderungen in den Aufsichtsräten der Gesellschaften, die auf den Hauptversammlungen am 16. Juli beschlossen worden sind, erfolgt sind. Seit dem 30. August gehört dem AR der Mannesmann AG, Düsseldorf, an Stelle von Bergrat a. D. Ewald Kuhn, Essen, der Vorsitzende des AR der Stamag, Notar Franz Westhoff, Düsseldorf, an. – Bei der Consolidation Bergbau AG, Gelsenkirchen, sind am 9. 9. ausgeschieden: Dr. Jakob Herle, Duisburg, Gustav-Wilhelm Koecke, Düsseldorf, und Bergassessor a. D. Fritz Luyken, Düsseldorf. Neu eingetreten sind Bankdirektor Oswald Roesler, Düsseldorf (AR-Vorsitzender der Mannesmann-AG), Notar Franz Westhoff, Düsseldorf (AR-Vorsitzender der Stamag) und Bergassessor a. D. Hermann Winkhaus, Düsseldorf (Vorstandsmitglied der Mannesmann AG). – Bei der Stahlindustrie und Maschinenbau AG (Stamag), Düsseldorf, ist am 2. 9. an Stelle von Dr. Franz Reuter, Frankfurt/M., Bankdirektor Oswald Roesler, Düsseldorf (AR-Vorsitzender der Mannesmann AG), in den AR eingetreten und an Stelle des verstorbenen AR-Mitgliedes Alphonse Ehinger, Basel, der Generaldir. der Mannesmann AG, Wilhelm Zangen, Düsseldorf.

Pfälzische Hypothekenbank ist optimistisch. Die HV der Pfälzischen Hypothekenbank in Ludwigshafen/Rh. – vertreten waren nom 4,67 Mill. DM Aktien von nom. 5 Mill. Grundkapital – hat beschlossen, aus dem Jahresgewinn von 0,21 (i. V. 0,18) Mill. DM für 1953 wieder 6 v. H. Dividende zu verteilen, Im laufenden Geschäftsjahr 1954, so wurde von Vorstandsseite mitgeteilt, sind bisher 76,7 Mill. DM Schuldverschreibungen verkauft worden, weitere 4,9 Mill. DM auf Termin. Der Umlauf an Schuldverschreibungen beläuft sich zur Zeit auf rund 199 Mill. DM, daneben 7,7 Mill. DM Namens-Pfandbriefe. Die Bank hat jetzt die Genehmigung erhalten, eine weitere Emission von 12 Mill. DM fünfprozentigen Pfandbriefen aufzulegen. Bis zum Ende dieses Jahres rechnet man einschl. Namenspfandbriefen mit einem Gesamtumlauf von Schuldverschreibungen und Pfandbriefen von rund 224 Mill. DM, das ist etwa der Stand vom 20. 6. 1948 in Reichsmark. Für 1954 rechnet man wieder mit einem zufriedenstellenden Ergebnis, so daß abermals nach Zuweisung eines entsprechenden Betrages an den Reservefonds mit einer angemessenen Dividende zu rechnen ist. Der AR ist durch die Zurwahl von Karl Theodor Frhr. von und zu Guttenberg, Schloß Guttenberg/Ofr., Reg.-Präs. Dr. Franz Pfeiffer, Neustadt a. d. W., und Dir. Dr. Willi Kleide, Mannheim, auf 12 Mitglieder erweitert worden.

Der Rheinische Sparkassen- und Giroverband, Düsseldorf teilt in seinem Jahresbericht 1953 mit, daß sich das Spareinlagen- und Kreditgeschäft weiterhin günstig entwickelt habe. Die zusammengefaßte Bilanz der Mitglieds-Sparkassen ergibt eine Summe von 3,25 Mrd. DM, wovon auf Einlagen 2,75 Mrd., auf Debitoren 699 Mill. und auf langfristige Ausleihungen 857 Mill. DM entfallen. Unter den Einlagen machen Wirtschaft und Private 763, Öffentliche und Rechtliche Körperschaften 428 Mill. DM aus. Spareinlagen sind mit 1,5 Mrd. ausgewiesen. Bis Monatsende August 1954 verwalteten die Sparkassen des Verbandes 3.4 Mrd. Einlagen, davon 2,02 Spareinlagen und 1,38 Mrd. Giroeinlagen. Insgesamt sind 2,14 Mrd. ausgeliehen.

Das Erweiterungsprogramm der Adam Opel AG, Rüsselsheim/M., sieht die Erhöhung der Jahreskapazität des Opelwerkes von 165 000 auf 250 000 Personen-, Liefer- und Lastkraftwagen vor. Zusammen mit anderen in Angriff genommenen Projekten wird es innerhalb der nächsten drei Jahre Ausgaben in Höhe von 300 Mill. DM bedingen und damit den Gesamtaufwand für die Ausweitung und Verbesserung der Opel Werksanlagen seit der Währungsreform am ungefähr 600 Mill. DM stellen, erklärte der Präsident von General Motors, H. H. Curtice, im Anschluß an seinen Besuch der Opelwerke In Rüsselsheim. Der Entschluß der General Motors zur Investierung desOpel-Erweiterungsprogramms gründe sich auf die Uberzeugung, daß die deutsche Automobilindustrieeinen weiteren Aufschwung in Deutschland selbst, aber auch an ihren Exportmärkten erleben werden. Die Fortschritte der Adam Opel AG an den Exportmärkten seien höchst bedeutsam. Mehr als die Hälfte der Opel-Gesamtproduktion wird exportiert. Curtice ist überzeugt, daß die Zukunft noch größere Möglichkeiten birgt Mit der weteren Besserung der Weltwirtschaftslage die zu erwarten durchaus nicht vermessen sei, werde die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen rascher als je zuvor-steigen.

Die Olympia-Werke AG Wilhelmshaven, haben die von dem Unternehmen soeben fertiggestellte 35 000. Saldiermaschine gelegentlich der Deutschen Industrieausstellung Berlin dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Dr. Walter Schreiber, übergeben, um damit die Verbundenheit des Unternehmens mit Berlin auszudrücken, wo es 1903 gegründet wurde Das Werk hat die Fabrikation dieser Maschinen zusätzlich zu seiner Schreibmaschinenproduktion erst 1952 aufgenommen. Mit einer Belegschaft Ton über 7000 ist das Wilhelmshavener Unternehmen heute die größte Büromaschinenfabrik Deutschlands und hat im ersten Halbjahr 1954 Aufträge von mehr als 0,5 Mill. DM an die Wirtschaft Berlins vergeben.

Von der Osram GmbH. Kommanditgesellschaft wurden anläßlich der Berliner Industrieausstellung als Neuheiten innenverspiegelte und seidenmattierte Schaufensterlampen mit einem pilzförmigen Reflektor für effektvolle Schaufenster-Anstrahlungen sowie blendungsfreie Tropfenlampen für die sichtbare Verwendung in Leuchten ausgestellt.