Atomkanonen in der Sowjetzone

Sowjetische Atomkanonen sind nach einer Meldung der amerikanischen Wochenzeitschrift "Newsweek" in die Sowjetzone gebracht worden. Ihre Reichweite wird auf 45 Kilometer geschätzt, während die der amerikanischen nur 30 Kilometer beträgt.

Der verlorene Sohn

Zum erstenmal seit seinem Bruch mit dem Kominform 1948 ist der Name Titos ohne die üblichen Beschimpfungen in den sowjetischen Zeitungen genannt worden. Anlaß dieses Umschwungs war eine Rede des jugoslawischen Staatschefs, in der er für eine Normalisierung der sowjetisch-jugoslawischen Beziehungen eintrat. Sie wurde in allen sowjetischen Zeitungen wohlwollend kommentiert; Obwohl in Jugoslawien schon mehrfach Stimmen ähnlicher Art laut geworden sind, hat Moskau bisher davon offiziell keine Notiz genommen. Bedenkt man, daß der sowjetischen Pressepolitik eine besondere Bedeutung zuzumessen ist, weil sich hier häufig die ersten Anzeichen politischer Zielsetzungen zeigen, dann liegt es nahe, auf eine neue Phase der sowjetischen Balkanpolitik zu schließen. Dieser Eindruck wird bestärkt durch das Eintreffen einer großen sowjetischen Handelsdelegation in Belgrad.

Rotchina wird flügge

Nach einer Meldung des Pekinger Rundfunks, sind in den letzten Tagen die ersten in China gebauten Flugzeuge gestartet. Schon im Sommer hätten im Rahmen einer "begeisternden Feier" die ersten Versuchsflüge stattgefunden. Rotchina wurde bisher von der Sowjetunion mit Flugzeugen beliefert. Die gegenwärtige Stärke der chinesischen Luftwaffe wird auf 3000 Flugzeuge geschätzt.

Sowjetische Atomversuche?

Eine Warnung, aus offenen Gewässern Trinkwasser zu entnehmen, hat das japanische Untersuchungskomitee für Atomschäden erlassen. Als Grund wird angegeben, daß in letzter Zeit in vielen Gebieten Japans radioaktiver Regen niedergegangen ist.