Teder Fabrikant, der seine Ware mit einem War eref zeichen auf den Markt bringt, hat den yerstänclidien Wunsch, daß sich das Publikum beim näcrsten Einkauf nicht nur der Qualität seines Erzeugnisses, sondern auch des Warenzeichens erinnert und dieses Zeichen dann im Laufe der Zeit zu einen vor, daß ein ähnliches (oder gar das gleiche) Warenzeichen schon seit langem von einem anderen Unternehmen — es muß durchaus nicht immer die "böse Konkurrenz sein — verwendet wird. Da ist dam guter Rat buchstäblich teuer, zumal die Einführung eines neuen Zeichens erhebliche Kosten schon für dn Entwurf und den Druck der Warenpadkungea und Briefbogen verursacht, ganz abgesehen von den Ausgaben, die die mühevolle Neueinführung eines solchen Zeichens beim Käufer beansprucht. Dabei hätte es beispielsweise der Garnfabrikant, der sein Erzeugnis "Mohrengarn" nannte, leicht erfahren können, daß es bereits ein Warenzeichen "Negergarn gibt und er auf Grund des Warenzeichenrechtes gezwungen werden würde, auf sein "Mohrengarn" Warenzeichen zu verzichten: die die ihren Sitz in Ahrensburg in Holstein, am Stadtrande von Hamburg, hat, ist für alle Fragen des komplizierten Warenzeichenrechtes "Mädchen für alles". In einer für jeden Laien bewundernswerten Übersichtlichkeit sind hier Unterlagen von rund 300 000 eingetragenen Warenzeichen vorhanden. Gemeinsam mit den Neuanmeldungen — jeden Monat gehen etwa 2000 solcher Wünsche beim Patentamt in München ein — bilden sie das vielfältige und hinreißend interessante (aber auch verantwortungsvolle) Marken Dienstes.

Tätigkeitsfeld des SchutzMit Stolz; zeigt der Geschäftsführer der Gesellschaft, Rechtsanwalt Dietrich Leszner, das erste Waretizeichenblatt, das am 1. Oktober vor 60 Jahren von dem damaligen Kaiserlichen Patentamt in Berlin herausgegeben wurde und damit sozusagen zum "Erstgeborenen" der langen Reihe von Warenzeichenveröffentlichungen wurde, die bis heute angemeldet und genehmigt sind. Mit 70 Mitarbeitern (zehn davon sind juristische Fachkräfte) ist die in privatem Besitz befindliche Gesellschaft damit beschäftigt, im Dienste der Wirtschaft jede vermeiden. Die Verwechslungsgefahr ist der wichtigste Rechtsbegriff des Warenzeichenrechtes und auch des Wettbewerbsrechtes. Grundlage der Arbeit ist ein Register, das 1894 dank der Initiative eines