w. d., Parchim

Während einer Wahlversammlung in Parchim forderte der sich den Wählern vorstellende SED-Kandidat die Zuhörer auf, freimütig Mängel zu rügen. Darauf hatte ein Einwohner nur gewartet. Er wies eine in der HO gekaufte Zigarre vor, in der sich zwei Bettfedern befanden. Unter schallendem Gelächter erzählte der Mann, wie um beim Rauchen der Geschmack vergangen und er schließlich den Übeltätern auf die Spur gekommen sei. Die Frage, wie Bettfedern in Zigarren kommen können, vermochte der Wahlkandidat nicht zu beantworten. Er blieb auch die Antwort im die Frage schuldig, ob denn nun – bei doch offensichtlichem Vorhandensein von Bettfedern – endlich auch Betten mit richtiger Federfüllung in den Handel kämen. Mit der Feststellung, die Mingel würden höhererseits gemeldet, wurde die ins Groteske abgleitende Wahldiskussion beendet.