Die enormen Preissteigerungen für Kaffee an der New Yorker Börse in den Monaten Januar bis August dieses Jahres, von denen nicht nur die amerikanischen, sondern auch die europäischen Konsumenten betroffen wurden, sind seit längerer Zeit Gegenstand einer Untersuchung durch einen Unterausschuß des Bankenkomitees im amerikanischen Senat. Vor einigen Tagen hat nun der Vorsitzende dieses Ausschusses, Senator J. Glenn Beall, erklärt, daß "ungerechtfertigte Preiserhöhungen in den genannten Monaten die Amerikaner ungefähr 293 Millionen Dollar gekostet hätten".

Eine unabhängig von dem Senatsausschuß durchgeführte Untersuchung der "Bundesstaatlichen Handelskommission" ist zu dem Ergebnis gelangt, daß die Börse "durch rechtswidrige Beschränkung des Handels zu den Preiserhöhungen beitrug und sie förderte". Die Regierungskommission sieht das rechtswidrige Verhalten der Beschuldigten darin, daß sie den für Termingeschäfte verfügbaren Kaffee mengen- und qualitätsmäßig beschränkten, um auf Grund des gedrosselten Angebotes die Preise an der Börse in die Höhe zu treiben, wodurch auch die täglichen Börsennotierungen für sofort lieferbaren Kaffee stiegen. K