E. R. S., New York, im Oktober

Anfang Oktober starb in Detroit George W. Mason, Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender der American Motors Corporation, die im letzten Frühjahr aus dem Zusammenschluß der Nash-Kelvinator mit der Hudson Motor Company hervorgegangen war. Mr. Mason war seit 1946 Präsident des US-Landesverbandes der Automobil-Industrie, der Automobile Manufacturers Association, gewesen. Seit vielen Jahren war er einer der Vorkämpfer für den Zusammenschluß der sogenannten "Unabhängigen", der Nash und Hudson, der Kaiser und Willys, der Studebaker und Packard. Als am 1. Oktober die Studebaker-Packard-Corporation dadurch ins Leben treten konnte, daß Studebaker nach mehr als 100jähriger Tätigkeit und Packard nach einer fünfundfünfzigjährigen Geschichte ihre Eigenexistenz aufgaben, hieß es, daß nunmehr eine Fusion der American Motors und der neuen Studebaker-Packard Corporation unmittelbar bevorstehe:

Zweifellos wäre das auch nur folgerichtig gewesen. Eine aus einer solchen Verschmelzung hervorgegangene neue Gesellschaft würde mit über 550 Mill. $ Aktiven immerhin schon eine erhebliche Kapitalmacht gewesen sein, die durch Aufnahme von weiteren Gesellschaften noch hätte vergrößert werden können. Es verlautete aber zur gleichen Zeit, zu der die Gerüchte von der neuen Fusion aufkamen, daß gewisse Schwierigkeiten in personeller Hinsicht beständen und daß es nicht ganz einfach sein würde, die Leitung einer neuen Gesellschaft zwischen James J. Nance, dem Präsidenten von Studebaker-Packard, und George W. Mason, dem leitenden Mann der American Motors Corporation, aufzuteilen. Der Tod von Mason hat diese Schwierigkeiten nun sehr wahrscheinlich aus der Welt geschafft.