Zur Beratung während der Pariser Verhandlungen lud der Bundeskanzler zuerst die Chefs der Koalitionsparteien und dann den sozialdemokratischen Parteivorsitzenden ein. Nachdem sich herausgestellt hatte, daß auch eine Anzahl von Industriellen in Paris anwesend war, gab der Deutsche Gewerkschaftsbund bekannt, auch sein Vorstand müsse herangezogen und nach Paris geholt werden, weil auch er an den Verhandlungen interessiert sei. Interessiert an solchen Verhandlungen sind aber schließlich alle Deutschen. Und so möchten wir vorschlagen, daß wegen der Gleichheit, die das Grundgesetz im Artikel 3 garantiert, der Bundeskanzler bei seinen nächsten Verhandlungen mit Mendès-France die ganze Bevölkerung nach Paris einlädt, damit sie ihn dort beraten kann. Dann braucht wenigstens niemand mehr auf den anderen eifersüchtig zu sein. F.